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Schleissheim ade - SvB-Saison beendet

Gemeinsam noch einmal reiten, liebe Menschen treffen und beim Stelldichein die vergangene Jagdsaison Revue passieren lassen, das macht den Saisonabschluss beim SvB aus – traditionell in Schloss Schleißheim und im französisch strukturierten symmetrischen Schlosspark und auf der Heide.

Für dieses Erlebnis fuhren manche Reiter  auch bei Schnee los. Erst tröpfelte es noch ein wenig beim Eintreffen, als ob der da oben sagen wollte: „Ich könnte…“, aber dann gab es als besondere Dreingabe Sonnenschein. In Verbindung mit dem herbstlich gefärbten Laub und der sensationellen Kulisse von Schloss Schleißheim ein Traum.
Während für andere Menschen das Schloss nur zur Besichtigung geöffnet ist, dürfen Jagdreiter dort ein Glas Sekt trinken, sich gemütlich zusammensetzen und Gulaschsuppe essen. Ganz so, als ob man im Schloss wohnte. Durch die vielen Kuchenspenden kamen auch die ‚Süßen‘ auf ihre Kosten.
Gute Tradition ist die Begrüßung und Rede von Toni Wiedemann, Präsident und Master, auf der Treppe, die in den 1. Stock führt, umringt von seiner Equipage. Er berichtete von der guten Entwicklung des N-Wurfes, für die Gitti Langhammer die Patenschaft übernommen hat und verteilte Blumensträuße als Dankeschön: an Frau Kleeberger von der Schlösser- und Seenverwaltung, an die Fotografen Verena Dechant und Sylvia und Roland Kretschmer, die den SvB über die Saison begleitet haben, an Regina, die Toni fast immer und überall hinfährt und auch als Fotografin viele schöne Bilder macht und an Sissi Veit-Wiedemann, die jede Jagd reitet, die Hunde mit viel Routine und Umsicht führt und viele Dinge im Hintergrund macht ohne die so eine Saison gar nicht möglich wäre.



Ein letztes Mal satteln: Ein großes Feld mit fast 70 Reitern hatte sich rund um den Wilhelmshof eingefunden. 33 Foxhounds durften mit nach Schleißheim. In gewohnter Manier wurden sie aus dem Lkw gelassen und durften sich lösen nachdem die Equipage mit Sissi, Holger, Thomas, Cristina und Sonja als Unterstützung ihre Pferde vorbereitet hatten. So ergab sich auch von den Farben der Pferde ein schönes Bild, vorne dunkel, dann drei Schimmel und dann wieder dunkel mit den Schleppenlegerinnen Susi, Kathrin und Jacqueline.
Mit dem Jagdruf des SvB, den Toni Wiedemann schon im Schloss angestimmt hatte ging es auf der Stelldichein-Wiese vor dem Schloss weiter: „Auf die Hunde, auf die Pferde, auf Jagdreiten in Bayern mit dem Schleppjagdverein von Bayern, ein kräftiges, ein dreifaches Horrido“, erklang das dreifache „Joho“ vielstimmig. Natürlich durfte auch der Bügeltrunk nicht fehlen.


Im Schritt ging es um das Schloss herum und zur Allee, dann im Trab und im Canter. Schloss Lustheim wurde im Galopp umrundet. Mit lautem Geläut jagte die Meute auf der ersten Schleppe in der Allee weg vom Schloss los. Ein herrlicher Anblick und ein Klang, der wohlige Gänsehaut verursacht. Aber nicht nur das Geläut, sondern auch der Hörerklang gehört zur Jagd und dem Gänsehautgefühl. Dafür sorgten die „Jungwölfe“ unter der Leitung von Konstanze Hofinger, die auch schon im Schloss mit ihren Signalen auf die Abschlussjagd einstimmten.


Zur zweiten Schleppe ging es über die Brücke. Die Foxhounds jagten schnell und passioniert. Die Equipage und das Jagdfeld folgten in flottem Tempo. Dann fanden sich alle kurz vor dem Schloss ein bis es gleich auf die Heide ging. Herrliche drei Schleppen waren so geführt, dass das Naturschutzgebiet unberührt blieb. Ein Blick in die Weite des Geländes und die Pferde einfach galoppieren lassen während vorne die Hunde spurtreu jagen – das ist ist einfach phantastisch. Der letzte Run verlief entlang der Schlossmauer wieder zurück zum Ausgangspunkt in der Heide auf der anderen Seite des sogenannten Feldherrnhügels. Und da konnten die Reiter zum Saisonabschluss noch einmal „so richtig Gas geben“.
Die Besonderheit in Schleißheim ist das ‚breite‘ Reiten auf den Feldherrnhügel zu. Die Equipage mit der Meute in der Mitte, das Jagdfeld links und rechts daneben. Ein beeindruckendes Bild auch für die  Zuschauer.
Mit zufriedenen Gesichtern ging es im Schritt zurück zum Schloss und auf die Wiese, von der gestartet wurde. Der Präsident und Master, Toni Wiedemann erläuterte neben einem Rückblick auf die Saison noch das Abtrainieren der Hunde, die zwar in die Winterpause gehen, aber nicht auf der faulen Haut liegen werden. So wollen es auch die Reiter halten: Einmal durchatmen, kurze Erholung und dann wieder Training, um fit in die neue Saison zu starten. Horrido!
Text: Dr. Cristina Lenz und Bilder: Roland Kretzschmar. Mehr von ihm und Silvia unter RK-fotografie.de