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Das ist ja wohl der Hammer!

Eine Woche lang Rügen ganz anders. Die „Hammerjagd“ heißt so, weil das Veranstalterversprechen einst mit eben solchem eisernen Werkzeug an einen Scheunen-Balken genagelt worden ist. Dort auf dem Tegelhof hängen die Scheine als erste Anzahlung immer noch. Und da wird sich vom 10. bis 17. September einiges tun. Eugen Klein erzählt die Vorgeschichte der Hammerjagd – die natürlich auch ein bißchen deshalb so heißt, weil von dem illustren Kreis der Macher gar nichts anderes zu erwarten ist.

„Schon häufig war der Tegelhof auf Rügen der Ort besonderer Schleppjagden. Dabei hat der Stall mit seinen Veranstaltungen aufgrund des schönen Umfeldes, der besonderen Lage und der engagierten Gastgeber schon immer viele Jagdreiter aus ganz Deutschland angezogen. So auch im Herbst 2016, als der erfolgreiche ehemalige Vielseitigkeitsreiter Jochen Harbrink seine Freunde anlässlich seines Geburtstages zur Jagd bat.
Aus ganz Deutschland reisten sie an, ritten eine schöne Jagd und trafen sich, ganz nach Rügener Art in der hofeigenen Tränke zum geselligen Beisammensein.
Das Hauptgespräch war natürlich die gerittene Jagd. Und wenn dann Jagdreiter aus ganz Deutschland zusammenkommen, dann geht es schnell hoch her. Beflügelt vom schönen Erlebnis und beschleunigt vom kalten Bier fiel dann eine Bemerkung, die Folgen haben sollte. Auf die vermeintlich eher kleinlichen leider wenig der Landschaft angepassten Hindernisse gemünzt, wurde sinngemäß geäußert, dass die grandiose Landschaft eine andere Jagd verdient hätte. Nun sind die Insulaner nörgelnde Touristen gewohnt und haben im Laufe der Zeit ein Konzept hiergegen entwickelt. Man fordert die Meckerer einfach zum Bessermachen auf. Wir alle kennen das: Große Reden und nix dahinter.
Da es Jagdreiter allerdings gewohnt sind, die sich ihnen in den Weg gestellten Hindernisse zu überwinden, wurden sofort konkrete  Pläne entwickelt und Fakten geschaffen.  Es wurde ein Hut auf den Tisch gestellt, und tatsächlich fanden sich sofort acht Jagdreiterinnen und -reiter dazu bereit, ihren ersten Obolus auch einzulegen.
Oooops! Plötzlich war Geld im Hut und das Erstaunen groß. Um alles unumkehrbar zu gestalten nagelte der Hausherr und Zimmermann Sven Arlt das Geld gleich mit einem riesigen Hammer an die Decke. Damit hatte das Kind auch gleich seinen Namen: Hammerjagd!

Absprachegemäß traf man sich im März wieder auf Rügen und ging an die Streckenplanung. Angetreten mit dem festen Vorsatz, die unglaubliche Landschaft anders zu nutzen, staunten alle Beteiligten nicht schlecht: wunderbare Knicks, einladende Gräben, umgestürzte Bäume, knackige Steigungen und endlose Weiten mit verzaubernden Perspektiven ließen Rügen in einem völlig neuen Gesicht erstrahlen. Kurzerhand wurde eine Strecke ausbaldowert, die für Rügen völlig neu ist und in ihrer Konzeption an die Jagden in der Göhrde, in Gartow oder Brochterbeck erinnert. Es gilt der Grundsatz: „Hindernisse sind das, was man überwinden muss, alles andere sind nur Sprünge.“

Die Hammerjagd – bei dieser Inselwoche  vom 10. bis 17. September erwartet sowohl die ambitionierten Jagdreiter wie auch die Genießer dieser einmaligen Landschaft in diesem Herbst etwas Neues. Es wird der Hammer!
Text und Foto: Eugen Klein