Er war wieder ein fröhliches Treffen, ein Luftholen in den Wogen der Informationsflut rund ums Pferd und eine Auszeit vom Shopping-Wahn. Jagdreiter aus ganz Deutschland und Fans des Sports mit Pferden und Hunden kamen auf der Equitana zusammen zu ihrem mittlerweile traditionellen Mittwochs-Treff in Halle 3 bei der Firma Sagustu. Zum vierten Mal hieß Geschäftsführer York von Plato herzlich willkommen, und er will auch 2019 fortsetzen was der Firmengründer Horst Stuppi 2011 ins Leben gerufen hat: Einen Stopp bieten im Messegetümmel der Gruga.

Der Gastgeber und der Hunting-Referent der Deutschen Schleppjagdvereinigung Dr.Michael Weiler begrüßten Vertreter aus vielen verschiedenen Meuten und Weiler bedankte sich in ihrem Namen.

Nicht nur bei den Gastgebern sondern auch bei denen, die mit Tatkraft und Initiative die Einladung „rund“ gemacht haben: Irmgard Sievers und ihre „Cappenberger Mädels“ (angeführt von der Präsidentin Ingrid Querfurt) servierten mit Fleiß und Charme und die „Häppchen“ hatten in diesem Jahr besonders ansehnliches Format, denn Vera-Bettina Lenz (Beagle Meute Münsterland) arrangierte mit geschultem Blick fürs Detail besonders hübsche Tabletts. Innenarchitekten können nicht nur Wohnungs-Design sondern auch den „Rollgriff“. So nennt die Catering-Expertin der BMM die Methode ihres Einkaufs, die in schöner Regelmäßigkeit der BMM bei deren Meets zu Gute kommt.

Die Parforcehorn-Bläser aus Krefeld, wo Bettina v.Welck (Badischer Schleppjagdverein Hardt-Meute) ihre musikalische Heimat hat, sorgten lautstark für Aufmerksamkeit und lenkten mit ihren Fanfaren wieder weg von den vielen Brilli-besetzten Stirnbändern und den pinkfarbenen Accessoires, die im Jagdfeld so gar keine Verwendung finden und die in ihrer geballten Masse nicht nur Hans Nimrichter (Vogelsberg-Meute) bei seiner Premiere als Besucher der größten Pferdemesse Deutschlands nach einem starken Kaffee verlangen ließen. Die Bläser freuten sich am Ende über eine gut gefüllte Reitkappe, in der Jutta Nebe (RWS) – stilvoll wie immer – das Cap money für sie eingesammelt hatte.

Für Andreas Ostholt spielten sie die Ehrenfanfare und der wusste das zu schätzen. Der Badminton-Zweite und Deutsche Meister der Vielseitigkeit aus Warendorf bedankte sich mit Handschlag bei jedem der zehn Bläser persönlich.

Im Gespräch erinnerte er sich an seine jagdreiterlichen Erfahrungen, die vornehmlich in Sudermühlen geprägt worden sind. „Ich dachte immer, die Buschis hätten Stehvermögen, aber das ist ja nichts gegen Jagdreiter.“ Schön, wenn man doch wenigstens irgendwo mithalten kann…

Ostholt war nicht der einzige VIP am Stand bei den Jagdreitern. Auch Harald „Springsteen“ Mayer war angereist. Gesungen hat er aber erst im Anschluss am Guinness-Strand in der Galerie der Gruga-Hallen. Und das war nicht schlecht, kann man nicht anders sagen. Das fanden offenbar auch die "richtigen" Musiker. Die waren schon ganz besorgt, dass sie jetzt ihren Kontrakt zerreißen müssten.

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Text und Fotos: Petra Schlemm