Schleppjagd - 50 Reiterinnen und Reiter - herrliches Wetter, bestes Geläuf - schnelle Meute - tolle Sprünge - allerbeste Stimmung - Halali, Halali, Halali!! Aber der Reihe nach: Dora und Lars Kämpfer hatten nach dem tollen Erfolg des Vorjahres zur zweiten Schleppjagd geladen. Es war wieder alles bestens vorbereitet und der Ablauf optimal - aber so einfach war es im Vorfeld nicht.

Der Wintersturm hatte die Langendorfer Wälder arg in Mitleidenschaft gezogen und ein Chaos hinterlassen. An den geplanten Streckenverlauf war so nicht zu denken, aber die Langendorfer Land- und Forstwirte brachten sich ein und „machten den Weg frei“, und der Förster änderte eigens den Einsatzplan des Harvesters, damit die Jagd stattfinden könne - man sieht wieder: ein Dorf steht hinter diesem Event!! Gute Freunde unterstützten beim Aufbau, bereiteten das Dorfgemeinschaftshaus vor und kümmerten sich um die Bewirtung. Im nahen Vorfeld der Jagd dann aber noch einige Tage strenger Frost, wenig Trainingsmöglichkeiten, einige Absagen, aber zum Glück kein Niederschlag – die Elbwiesen somit gesichert.

Bei Sonnenschein begrüßten die Ebstorfer Parforcehornbläser die Jagdgesellschaft beim Stelldichein in Kämpfers Garten mit der Fanfare “Niedersachsenmeute“ und weiteren Stücken.
Nach der langen Winterpause fand ein reger Gedankenaustausch statt, bis es dann „Aufsitzen und Sammeln“ durch den Garten schallte.

Jagdherrin Dora Kämpfer begrüßte die Jagdgesellschaft und die Niedersachsenmeute unter der Leitung von Leonard von Schultzendorff auf der Weide am Ortsrand. Ihr „ganz, ganz herzlicher Dank“ ging an alle, die dieses Event mit Rat und Tat unterstützt haben. Die Zuschauer saßen bereits auf den Transportfahrzeugen und konnten das Geschehen dann auch weiterhin gut verfolgen. Mit der Fanfare „Aufbruch zur Jagd“ setzten sich 50 Reiterinnen und Reiter in Bewegung, voller Erwartung, was wohl Kämpfers dieses Jahr vorbereitet haben.
Nach dem „Anlegen“ erkundete die sehr eifrige Meute zunächst das Gelände, um dann recht schnell und sicher die Schleppen auszuarbeiten. Sehr gut gebaute Hindernisse - an Holz war ja kein Mangel- erhöhten den sportlichen Reiz dieser Waldreprisen .Links, rechts, Hügel, Absprünge, Tempo, Tempo - auch das Feld über Boden wie gewachsen war hierbei voll im Jagdmodus und es gab am Ende jeder Schleppe nur fröhliche Gesichter.
Nun die Elbwiesen. Ziel hier zunächst die Ruine der historischen Dömitzer Eisenbahnbrücke.Ausgedehnte Flächen luden zum Ritt „zu den Hunden“ ein, breit reiten im zügigen Tempo ,immer der Sonne entgegen, war angesagt.

Dann alles noch zurück Richtung Langendorf, am Elbebogen dann Halali, Halali, Halali! Nach der Versorgung der Hunde und Pferde traf sich die Jagdgesellschaft dann im Dorfgemeinschaftshaus zur Stärkung und ließ den Tag in angeregten Gesprächen Revue passieren.

O-Ton eines namhaften Jagdreiters..“ Ich brauche dieses Jahr nicht wieder los, besser als heute geht es nicht.“ Ja, diese Jagd war wirklich ein Fest! Und nächstes Jahr wird wieder geritten. Dann hat das Fest sogar einen echten Anlass. Seien Sie dabei.“

Text: Martin Bergmann und Fotos: Thomas Ix. Mehr von ihm unter foto-ix.de