Tusch und Applaus: Die Frankenmeute „proudly presents“ sechs neue Träger des Jagdreitabzeichens. Jana Brachmann, Yvonne Bergmann, Kyra Jedlitschka, Lisa-Sophie Krijger, Alessandra Pflaum und Uwe Tesche absolvierten erfolgreich ihre Prüfung im Rahmen des Jagdlehrgangs 2018 am Landesleistungszentrum Ansbach. Klaus Eikermann, Fachschulleiter, Pferdewirtschaftsmeister Klassische Reitausbildung und Zucht und Haltung leitete den Lehrgang in Kooperation mit dem Schleppjagdverein Frankenmeute.

Die beiden Richterinnen Edith Klein- Schiessel und Sabine Winterling zeigten sich bei der Übergabe der Urkunden zufrieden mit dem abgeprüften theoretischen Wissen zur Jagd als auch den gezeigten reiterlichen Leistungen auf der Abschlussjagd.

„Wir gratulieren allen Reitern mit ihren Pferden! Wir sind alle sehr stolz auf euch! Bedanken möchten wir uns ganz herzlich beim LLZ, insbesondere bei Klaus Eikermann, der in bewährt hervorragender Weise die Aspiranten mit ihren Pferden ausgebildet hat. Es ist für uns als Frankenmeute wirklich eine äußerst wertvolle und sehr freundschaftliche Zusammenarbeit mit Klaus Eikermann, die es uns ermöglicht, kontinuierlich nun schon seit einigen Jahren Aus- und Weiterbildung im Geländereiten auf hohem Niveau für unsere Jagdreiter anzubieten. Und nun konnte dank dieser Kooperation das erste Mal auch das Jagdreitabzeichen angeboten und abgelegt werden. Da ist wirklich etwas Besonderes!“ hob Master Uwe Hochbrückner in seiner Ansprache am Ende der Prüfungs- Abschlussjagd des Lehrgangs hervor.

Neben der reiterlichen Ausbildung über die beiden Lehrgangstage wurden die Teilnehmer auch in der Theorie fit gemacht. Lisa- Maria Johrendt vom Präsidium der Frankenmeute und aktives Mitglied der Equipage und Klaus Eikermann teilten sich die Wissensvermittlung auf. Klaus Eikernmann schulte das Wissen um das Reiten nach FN – Richtlinien, die Grundlagen und das Basiswissen rund ums Pferd und Reiten und das Wesentliche zu Sicherheit und Ausrüstung. Lisa-Maria Johrendt brachte den Teilnehmern in mehreren Vorträgen das Brauchtum und die Geschichte der Jagd nahe, informierte zu den Abläufen einer Jagd und dem Reiten im Jagdfeld. Insbesondere der Vortrag über die Hundearbeit kam besonders gut an, denn dort wurden Einblicke in die Arbeit mit den Hunden und die Arbeit der Hunde bei der Jagd gegeben, die aufzeigen, was das Besondere der Schleppjagd ist: die Hunde zur Jagdarbeit auszubilden und sie dann dabei beobachten zu können.

Und dieses Zusammenspiel zwischen Wissen und Verständnis des Jagdreitens einerseits und der praktischen Ausbildung dazu andererseits ist es, was die Frankenmeute unter hervorragender Weiterbildung versteht.


Das praktische Training absolvierten die Reiter in drei Gruppen, je nach Leistungsstand, und Klaus Eikermann holte die Reiter alle genau da ab, wo sie standen und brachte jeden einzelnen reiterlich um ein gutes Stück nach vorne.


Dem Beginn des Trainings mit Wassereinritten folgten je nach Leistungsstand der Gruppen kleine Stufen, größere Stufen, Wasseraus- und Einsprünge und einzelne Hindernisse. Abgerundet wurde das Training durch Reiten in Gruppen auf der Wellen- und der Geländebahn um auch hier das Verhalten im Jagdfeld zu üben.

Am Ende des Lehrgangs wurde die Abschlussjagd geritten, bei der einige Reiter der Frankenmeute dazu kamen, um ihre Freunde bei der Prüfung mental und im Jagdfeld zu unterstützen. Die Jagdhornbläser aus verschiedenen Gruppen – Vertretungen in der Urlaubszeit - umrahmten die Abschlussjagd stimmungsvoll mit ihren jagdlichen Signalen.

Die Strecke wurde etwas verkürzt um den Hunden und Pferden nicht zu viel abzuverlangen. Denn die extreme Trockenheit dieses Jahres mit dem allgegenwärtigen Staub macht den Hunden beim Jagen zu schaffen und die Pferde sollten auch nicht über Gebühr geritten werden.


Jetzt kommt es darauf an, die neuen Abzeichen auch „auszuführen“. Die Frankenmeute eröffnet ihre Saison am 2. September in Trautskirchen.
Text: Reinula Böcker und Fotos: Doris Frank-Schneider und Ernst Pflaum