So einen „Patenonkel“ wie Max Scharf wünscht sich wohl jeder. Alle zwei Wochen kümmert er sich ausgiebig um seinen Schützling, fährt von Hannover nach Dorfmark um sich um „Gauner“ zu kümmern. Mit vier Geschwistern hatte der Foxhound jetzt einen großen Auftritt im „Deutschen Haus“ in Dorfmark vor den Mitgliedern der Niedersachsenmeute. Und Max stand „stolz wie Oskar“ am anderen Ende der Leine.

Max, 19, kennt seinen „Gauner“ ganz genau. So beschreibt er ihn: „Er ist super, sehr intelligent, geht automatisch bei Fuß und spaziert an der Schleppleine überall hin mit.“ Ein Weichei? Von wegen. Max sagt: „Er läuft schon super in der Meute.“ Max kann das beurteilen, denn er reitet seit 2013 hinter der Niedersachsenmeute. Darauf gebracht hat ihn Heinrich Bäthge aus Isernhagen, bei dem er Pflegepferde betreute. Jetzt nimmt er seine Patenschaft sehr ernst.
Gauner und die vier anderen sind die Hälfte eines Wurfes aus dem Vorjahr von Kiki, die der Master Egbert v. Schultzendorff als „supergut“ bezeichnet. Der Vater ist Goethe, ein Rüde mit Taunusmeuten-Blut aus dem Hamburger Kennel. Die anderen Geschwister wachsen auf Gut Schnede auf. Alle sind leichtführig und, so Egbert v. Schultzendorff „gut zu haben“. Wenn ihnen etwas vorzuwerfen wäre, dann höchstens ihre moderne helle Farbe. „Nicht unser Zuchtziel“, betont die Meuteverantwortliche, Cosima v.Schultzendorff, die traditionell die Dreifarbigkeit bevorzugt.

Es war eine eindrucksvolle Gehorsamsprüfung, die die fünf Hounds mit Elsa Scholz, Louisa Gehrke, Sören v.Werder und Piet Bischoff als Leinenführer im Rahmen des Auftritts im Deutschen Haus abgelegt haben. Treppensteigen haben sie sofort gelernt, und selbst der Teppichboden auf dem Laufsteg hat keinen Schaden genommen.
Text und Bilder: Petra Schlemm