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Letztes Geleit für einen Hanseaten

Freitag Mittag in Hamburgs noblem Alster-Vorort Eppendorf: Das letzte Stelldichein zu Ehren von Hans Giele. Die roten Ziegel im adretten weißen Fachwerk der St.Johanniskirche glänzten in der Winter-Sonne wie extra frisch gewienert für den Abschied vom Ehrenpräsidenten des Hamburger Schleppjagdvereins und der Deutschen Schleppjagdvereinigung.

Schon lange vor der Trauerfeier in der hanseatisch-schlichten, eher ländlich wirkenden Kirche von 1751 sammeln sich die Trauergäste, die Ehrenwache und Mitglieder der Equipage im Roten Rock mit Trauerflor. Nach der Trauerfeier kommen noch zwei Koppeln der Meute hinzu, die Hans Giele 29 Jahre lang geführt hat. Die Bläser der Rallye Trompes de la Bruyère bliesen die letzten Signale.



Der Pfarrer im Talar mit dem breiten kreisrunden, kompliziert gefältelten weißen Kragen der nordelbischen Kirche erinnerte an das Leben des im Alter von 95 Jahren verstorbenen Urgroßvaters, der selbst auf dem Gelände des Hagenbecker Tierparks seine Kindheit verbracht hat, wo seine Eltern das Restaurant geführt haben. „Die Kindheit unter wilden Tieren hat ihm die Nähe zu Tieren leicht gemacht“, vermutete er. In der Tat: Pferde und Hunde haben das Leben des durchsetzungsstarken Mannes bestimmt, der mit bis zu 150 Mitarbeitern etliche große und weithin bekannte Restaurants im Großraum Hamburgs betrieben hat. 70 Jahre war er Mitglied im Hamburger Schleppjagdverein.

Eine Ära ist zu Ende - das empfanden alle, die ein Stück des Lebensweges von Hans Giele mit gegangen oder geritten sind.
Text und Bilder: PS