Geteilte Freude ist doppelte Freude, und das Gute, das man tut, kommt einem selbst am meisten zugute. So fand die traditionelle Herbstjagd auf dem Klosterhof von Jan Kroes in Dernbach als Benefiz-Jagd für den Fotografen Martin Diehl statt – und alle haben profitiert. Thomas Lühring, Jagdreiter aus Oberzissen, beschreibt die Veranstaltung für schleppjagd24.
„Dernau – was für ein tolles Event war auch in diesem Jahr wieder die traditionelle Herbstjagd auf dem Klosterhof bei Jan Kroes in Dernbach. Bekannt für eine tolle Strecke, viel Liebe und Engagement bei der Streckenvorbereitung und einem immer guten Rahmen, wurde es dennoch in diesem Jahr nochmals getoppt. Barbara Herz –die Jagdherrin in diesem Jahr – hatte eine prima Idee. In diesem Jahr solle die Jagd als „Benefiz-Jagd“ für den an ALS (Amyothrophe Lateralsklerose) erkrankten Martin Diehl durchgeführt werden und der Erlös als Spende ihm zu Gute kommen. Auch die Kameras wurden für den guten Zweck eingesetzt und der hieraus sich ergebende Nettoerlös von Fotograf Peter Jäger („Give me a Smile“) wurde ebenfalls gespendet.
Gut 50 Jagdreiterinnen und Jagdreiter aus nah und fern trafen sich unter besten Rahmenbedingungen bei Jan und Barbara, um der guten Sache zu dienen und einen herrlichen Jagdtag zu erleben. Mit der gleichen Intention waren auch viele Zuschauer und jagdreiterlich Interessierte mit auf der Strecke. Nach einer Stärkung erwartete die reiterliche Schar auf einer benachbarten Wiese am Klosterhof die Meute - diesmal die Foxhounds der Rheinland-Meute gemeinsam mit denen aus dem Taunus. Beide Meuten vertrugen sich gut, harmonierten prächtig auf der Strecke und absolvierten die gesamte Jagd vorzüglich.
Geritten wurde in zwei Feldern, dem springenden Feld und einem „Wahlfeld“ für Springer/Nichtspringer. Die Schleppen mit natürlichen Hindernissen waren sehr gut vorbereitet und sicher zu reiten.
Insbesondere die ersten beiden Schleppen, die direkt durch zwei hohe Maisfelder führten und einen anspruchsvollen Kurvenkurs vorgaben, machten Hunden sowie Pferden und Reitern gleichermaßen Freude. Insbesondere das Reiten durch Feld, Wald und Wiesen, der häufige Wechsel von langen offenen Galoppstrecken mit engeren Waldabschnitten machte die Jagd auch in diesem Jahr zu einem herausfordernden Event.
Nach gut 15 Kilometern und 2 ½ Stunden im Sattel traf die gesamte Jagdgesellschaft wieder gut gelaunt, aber rechtschaffen erschöpft auf der Wiese am Klosterhof ein. Dort erhielten die Hunde ihre Curée als verdienten Dank und die Reiter ihre Brüche aus der Hand der Jagdherrin.
Als die Pferde versorgt waren, trafen sich alle zum Schüsseltreiben bei gutem Essen und Trinken. Die Aufnahme von drei Neulingen in die Gemeinschaft der Jagdreiter sorgte für Kurzweil. Friedhelm von der Marwitz vollzog in bewährter Manier wie immer diese Zeremonie. Begleitet wurde die gesamte Jagd von der Jagdhornbläsergruppe der Rheinland-Meute, die immer, wie mit wie von Zauberhand geleitet an entscheidenden Punkten der Schleppe anzutreffen und anzuhören war.
Auch Martin Diehl begleitete die gesamte Jagd und war immer mittendrin – seine Dankesworte zum Ende der Jagd werden noch allen lange in Erinnerung bleiben. „Alles Gute für Dich, Martin!“, das wünschten alle. Bleibt noch ein letzter Dank an die Veranstalter Jan Kroes und Barbara Herz, die auch in diesen, für die Jagdreiterei schwierigen Zeiten den zusätzlichen Hygieneaufwand nicht scheuten und eine Jagd unter diesen besonderen Bedingungen und Auflagen veranstaltet haben. Respekt und Anerkennung an das gesamte Team!“
Text: Thomas Lühring und Foto: Peter Jäger. Alle Bilder von der Veranstaltung unter givemeasmile.de