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Jackpot-Wochenende: Herzebrock und Börger

Jagdwochenende - oder anders gesagt: „Reitest du schon oder fährst du noch?!" Die Jagden hinter der Cappenberger Meute in Herzebrock und Börger fanden in diesem Jahr am gleichen Wochenende statt. Für uns als Equipagen-Mitglieder heißt das: Jackpot! Kurze Wege zwischen den Veranstaltungsorten und der Wagen muss nur einmal gepackt werden. Aber man muss ja erst mal ankommen.

Am Freitag ging es für uns aus Frankfurt los, nach Herzebrock. Die ersten 300 km verliefen, wie es ein Freitagnachmittag vermuten lässt, eher schleppend. Die Freude war daher besonders groß als wir endlich ankamen und die Familien Borgmann und Großekathöfer uns freundlich in Empfang nahmen. Schnell waren die Pferde in den Boxen, der LKW am Strom und wir auf Besichtigung der Vorbereitungen für den anstehenden Jagdtag.

Samstag, bald geht es los. Das Treiben auf dem Hof wird emsiger. Die ersten Jagdreiter treffen ein und auch die Hunde melden sich aus dem Anhänger und Hunde-LKW. Bei leichtem Nieselregen laden wir 18 1/2 Koppeln aus und gesellen uns zu den Reitern auf den Grasplatz. Der Jagdherr Norbert Homeyer begrüßt alle Teilnehmer und Andreas Westlinning weist auf die Besonderheiten der Jagd hin. Er übergibt das Wort an Huntsman Bernd Funke, der seine Equipage vorstellt. Das Jagdhornbläserkorps Hubertus Wiedenbrück bläst zur Jagd.

Pünktlich geht es los. Die Schleppen führen über gut 19 km und 30 einladende Hindernisse. Jeder Reiter hat mittlerweile die Anreise vergessen und genießt bei leicht irischen Wetter und schnellen Hunden Schleppe für Schleppe. 

Nach der köstlichen Verpflegung am Stopp geht es genauso schnell wieder Richtung Hof, wo der schön dekorierte Halali-Sprung wartet.

Nach dem Curée für die Hunde und der Verteilung der Brüche und Jagdknöpfe trifft sich alles in der Reithalle. Nach einer Stärkung und netten Gesprächen werden die Pferde einladen, Hundewagen angehängt, und weiter geht's nach Börger. Die nächsten 150 Kilometer.
Ankunft gegen 21 Uhr und das übliche Ritual: Pferde in die Boxen, LKW an den Strom. Die Unermüdlichen treffen sich wie all die Jahre zuvor auf dem Jägerball.

Sonntag: Bei blauem Himmel und strahlendem Sonnenschein stehen wir auf. Die Stiefel und das Sattelzeug werden schnell von dem gröbsten Dreck befreit, denn bis zum Abritt um 13 Uhr soll alles wieder in Schuss sein. Im Laufe des Vormittags finden sich mehr und mehr Jagdreiter und Freunde der Jagdreiterei ein. Es gibt nette Gespräche und mit dem ein oder andere Gläschen Sekt wird noch vor dem Stelldichein angestoßen. Die Damen-Equipage mit Huntsman Annika Deckena führt die mitgereisten 11 1/2 Koppeln auf den Abreiteplatz.

Jagdherrin Mara Vatterodt begrüßt alle Anwesenden und die Bläser geben das Signal zur Jagd. Die Hunde jagen vorbildlich durch die knapp 20 km Wald- und Feldschleppen. Die Sprünge passen sich optimal in die Jagdstrecke ein. Am Stopp ist ausreichend Zeit um zu verschnaufen, so dass die letzten Schleppen frohen Mutes angegangen werden können.


Nach dem letzten Sprung im Wald ertönt ein lautes "Halali Halali" ind alle sind glücklich. Auf dem Hof bekommen die Hunde ihr wohlverdientes Curée, die Reiter ihre Brüche und die Zuschauer einen guten Blick auf Pferde, Reiter und Hunde. Nach dem Verladen der Hunde und der Versorgung der Pferde warten in der Reithalle Sauerkraut, Kartoffelbrei und Fleisch als Stärkung für Reiter und Zuschauer.

Nach zwei sehr schönen sportlichen Jagden und über 450 km haben wir sicher nicht vor schon wieder nach Hause zu fahren. Wir bleiben in Haren bei den Münsterländer Beagles und sehen uns hoffentlich in Bad Laer.
Text: Kerstin und Christoph Stecker und Bilder:  aus Herzebrock Peter Jäger unter givemeasmile.de  und aus Börger Nicole Schmitz-Overlander