Es gibt sie noch, die neuen Jagden und die wecken immer die Neugier. Die Badischen Dragoner waren jetzt im oberen Schussental bei Bad Waldsee unterwegs – Neuland für die Hounds - und konnten sich bei dieser Premiere auf bewährte Kräfte verlassen.
Nachdem das Jahr 2021 viele Ausfälle nach Verletzungen bei Rössern, Reitern und Hunden gebracht hat, folgte der verbliebene Rest der Einladung von Andreas Hertkorn nach Oberschwaben. Die Hunde führte dort Sabine Keller, höchst kompetent unterstützt durch den Gastgeber, Philipp Jakob und Reiner Herbst.
Vorbereitet war nach dem Start auf dem Rochushof in Aulendorf eine bestens ausgesuchte Jagdstrecke über 16 Kilometer, mit einladenden, liebevoll gestalteten Hindernissen, darunter auch ein Wasserdurchritt und eine hervorragende Organisation.
Die Strecke führte über sechs Lines, jede mindestens zwei Kilometer lang, im anspruchsvollen Gelände. Aufgrund der Schleppenführung konnten auch die Teilnehmer im Feld immer wieder die engagierte Arbeit der Hunde beobachten.
Kleine Felder mit nur bis zu 20 Reitern sind der „Markenkern“ der Badischen Dragoner, damit alle die Arbeit der Hunde gut beobachten zu können. Aber Geselligkeit ist auch ganz schön und so freuen sich alle auch, wenn sie zu größeren Jagden eingeladen sind wie bei Andreas Hertkorn oder der Vereinsjagd im Elsass in Haras de la Nee.
Die musikalische Begleitung von Harald Klingbeil und les Amis des Trompes waren für Reiter und Zuschauer ein absolutes Highlight. Gibt es Schöneres, als das Geläut der Hunde untermalt von den Signalen der Trompes zu hören? Insgesamt geht diese Premiere in das Jahrbuch der Meute ein als rundum gelungene Veranstaltung und Höhepunkt der laufenden Saison.
Text: Thomas Efthymiou und Bilder: Jürgen Lange