Cookies helfen uns bei der Bereitstellung unserer Inhalte und dabei das Nutzererlebnis zu verbessern. Mit der Nutzung dieser Website erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Ok Mehr Informationen

Entschleunigt beschleunigt in Severloh

„Es scheint, der Moment verlängert sich und die Zeit verlöre ihre Aufgabe den Tag zu messen!“ Das  sind die einladenden Worte des Hofes Severloh und dem kann man nur zustimmen. Anreise am Donnerstag aus dem (wieder) hektischen Alltag zu den Severloher Jagdreitertagen der Böhmer Harrier Meute. Und Zack - kein Handyempfang und/oder nur an bestimmten Stellen. Entschleunigt ungemein innerhalb von Stunden. Heide eben.

Welcome Abend in der Tenne, alle geimpft und getestet. Die ersten Heidegeistschnäpschen werden gereicht und die alten und neuen bekannten Gesichter begrüßt. Man freut sich auf die beiden bevorstehenden Jagden und die Geselligkeit. Die Reiter sind angereist aus Warendorf, dem Taunus, Thüringen, Hamburg, NRW, Niedersachsen - eine bunte Mischung.
Die Hunde sind schon da, wir hören schon vereinzelt ihren Gesang aus den zwei großen Boxen, extra für die Hunde vorbereitet. Daneben die Equipage mit ihren Pferden und natürlich Buddy, das Masterpferd.

Freitag 7.30 – der Master fährt ins Gelände, schaut sich noch einmal die Strecke an, überlegt wo es langgehen soll, und kleine Veränderungswünsche werden sofort vom Mitarbeiter René umgesetzt. Die Schleppenleger werden eingewiesen und mit Details vertraut gemacht, Markierungen gesetzt.
Am Stelldichein gibt es einen kleinen Begrüßungstrunk und dann geht es endlich los. 1. Tag: Kleine Waldjagd. Im Wald sind die Hunde schnell und für manch einen überhaupt nicht sichtbar. Aber man hört sie, ja und wie! Zickzack durch das Unterholz, über Moos, Sandwege, viele neue Sprünge bieten alles was ein Severloh-Kenner erwartet und auch bekommt. Highlight am Freitag war die Geschwindigkeit, manch eine Träne im Auge vom Fahrtwind. GPS zeigt mehr rot an als grün.
Kurz, knackig - der Master war zufrieden!


Samstag 7.30- der Master noch nicht wach? Doch, aber Gelände besichtigen erst um 8.00 - man hat den Entspannungsmodus eingestellt. Heute steht die Heidejagd auf dem Programm. Ganz andere Wege, viel Wasser geplant. „Das kennst Du noch nicht, hier müssen wir lang“. Letzte Anweisungen für die  Schleppenleger.
Eine erste Schleppe durch den gesamten Wasserlauf, Wasser bremst, Hunde schlau, nehmen die Kante und haben die Schleppenleger am Ende eingeholt. Noch einmal neu anlegen, die Hunde freuen sich sehr, haben sichtlich Spaß. Die dicke Eiche gleich in der ersten Schleppe bringt so manchen Reiter out of balance, aber das ist nichts gegen die Wassereinlage kurz vor dem Halali. Was haben wir gelernt? Wasser bremst – deshalb immer vorsichtig reinreiten. Zum Glück ist nichts passiert und die nassen Sachen sind bestimmt schon wieder trocken. Adrian Fohl sind da großartige Aufnahmen gelungen.


Fazit: Die Hunde zeichneten sich wieder einmal durch Schnelligkeit, ihre gute Nase und ihr wirklich lautes Geläut aus. Wir haben alle einstimmig festgestellt: Termin 2022 vormerken.
Das Curée wurde diesmal nur mit den Althunden abgehalten. Ehrenfanfare und emotionale Worte des Masters geben diesen Hunden einen gebürtigen Abgang in den Ruhestand. Dank an die Hunde!


Severloh war, ist und bleibt einzigartig.


Text: Silke Christ und Bilder: Adrian Fohl. Die ganze Galerie kann man hier sehen: foto-ix.de/galleries/01-schleppjagden/2021/23-severloh/