Das dürfte einer der kurioseren Vorfälle der diesjährigen Jagdsaison gewesen sein: Zusammenstoß mit Damwild. Es hat gerumst bei der Schleppjagd in Eitze hinter der Niedersachsenmeute. Ist aber alles glimpflich abgegangen. Das Pferd und - dem Augenschein nach - auch das Damtier sind wohlauf. Die Reiterin hat eine leichte Stauchung der Halswirbelsäule erlitten, gut abgefangen vom Stützkragen ihrer aufblasbaren Sicherheitsweste, wie der begleitende Arzt schnell feststellte.
Die Schleppjagd in den Allerwiesen von Verden-Eitze beschloss die Saison des Verdener Schleppjagdreitvereins und bot noch einmal alles, was die Teilnehmer gern haben: Gut laufende Hunde, fröhliche Mitreiter, zünftiges Ambiente – und nicht zuletzt das fantastische Gelände am schlängeligen Fluss mit weiten Wiesen und kurvigen Sandwegen durch den Wald – mit mehr Auf und Ab als manche erwarten, wenn sie im niedersächsischen Flachland unterwegs sind.
Die Bläser der bien aller mit Gerd Offer gaben die Signale, Max Sponagel führte die Hunde, denen Kathrin Badenhop mit Fred Behrendt die Schleppe legte. Jagdherr Karl Wallis und Niclas Kutzer ritten den zwei Feldern mit knapp 40 Reitern voran.
In dem wildreichen Gebiet um Luttum und Hohenaverbergen zeigte die Meute sich gut im Appell und verblüffte damit auch den Master. „Ich hatte sie wuseliger erwartet“, gab Sponagel hinterher beim Jagdessen zu und führte die Verbesserung auf die intensive Betreuung durch Johan Ellenrieder zurück, der sich unter der Woche am Kennel mit der Meute beschäftigt.

Großes Lob auch für die Streckenführung in den weiten Wiesen, die es erlaubte große Bögen zu schleppen und damit wirklich ZU den Hunden zu reiten und ihre Arbeit zu beobachten. „Das war ein toller Anblick auch für diejenigen, die hinten ritten“, versetzte sich der Master in die Lage derjenigen, die nicht in seiner Position sind. „Ich habe ja eigentlich immer ganz gute Sicht.“
Text und Bilder: PS