Mit einer ganz besonderen „Rabatt-Aktion“ hat die Cappenberger Meute ihre langjährigen Jagdherren und verdiente Mitglieder belohnt. Ihnen winkte ein Auftritt in der Aachener Soers beim Soerser Sonntag vor dem CHIO. Mit der Equipage führte der Huntsman Bernd Funke schließlich insgesamt 26 Pferde und 26 Hounds ins Dressurstadion zur Hubertusmesse.

Den Tag im Detail schildert Annika Deckena:
„Als kleines Pferdemädchen träumt man von vielen Turnieren…. aber Aachen ist schon das Nonplusultra. Wir hatten in diesem Jahr das Glück einen freien Terminkalender am Soerser Sonntag zu haben. Der RWS, der sonst den Termin wahrnimmt, ist durch seine Eröffnungsjagd verhindert, so durften wir nach Aachen. Als ich das gehört habe, dachte ich nur „YES!!“, ein Traum wird wahr. Schnell füllte sich die Liste der Teilnehmer und die Vorfreude wuchs.

Start Sonntagmorgen um 06:30 Uhr am Stall. Der Schimmel hatte sich natürlich schlafen gelegt. Daher durfte er zum Wachwerden duschen. Pünktlich um 07:15 Uhr fährt mein „Taxi“ vor und um 9 war Treffpunkt mit den anderen Teilnehmern auf einem Rastplatz kurz vor Aachen ausgemacht. Am CHIO-Gelände wanderte der Tross von Jagdreitern und Begleitern zum Dressurstadion um den Ablauf zu besprechen. Um 11 Uhr saßen alle auf den Pferden. Hunde raus und rüber zum Dressurstadion. Vor dem Deutsche Bank Stadion haben wir die Wartezeit vor Beginn des Gottesdienstes durch einige Runden im Schritt, zusammen mit einer Kutsche (eine gute Übung für einige Pferde), verkürzt. Dann geht es los: Einritt ins Deutsche Bank Stadion zu den Klängen der Krefelder Parforcehornbläsern und rhythmischem Klatschen der Gottesdienstbesucher. Während des einstündigen Gottesdienstes sind abwechselnd vier Falken über uns hergeflogen, aber ein Jagdpferd bringt so schnell nichts aus der Ruhe!

Nachdem die Pferde und Hunde wieder auf den Anhängen versorgt waren, haben wir eine Stärkung in Form eines selbstorganisierten Picknicks auf dem Parkplatz zu uns genommen. Um 14 Uhr Aufsitzen zum zweiten Auftritt, Hunde abgeladen und zurück zum Schauplatz.
Dort moderieren Conny Funke, die zweite Vorsitzende des Schleppjagdvereins und Volker Raulf uns an, die Schleppe geht ab, die Hunde denken … „endlich geht es los“ und im vollen Galopp auf den Platz. Nach der Schleppe haben wir die Hunde ein paar Runden im Trab und Galopp präsentiert, währenddessen bekamen die Zuschauer Infos zur Schleppjagd. Natürlich gab es ein Curée für die Hunde und Abzug vom Schauplatz im Galopp. Die Zuschauer waren begeistert - und wir auch.

Nachdem alle Tiere versorgt waren, sind wir noch eine Runde über das Gelände des CHIO gelaufen – wie es sich gehört: Zum Gucken, Shoppen und Essen. Gegen frühen Abend ging es mit vielen Eindrücken und überglücklich zurück nach Hause. Die Jagdreiterei ist zwar keine Schaunummer sondern Sport mit Tradition, aber solche Auftritte sind eine tolle Werbung und auch ein echtes Erlebnis.“
Text: Annika Deckena und Bilder: privat
Und das hat der WDR berichtet:
wdr.de/nachrichten/chio-reitturnier-aachener-soers-100.html