Seit vier Wochen sieht man an jedem Wochenende fleißige Menschen in den Allerniederungen zwischen Luttum und Verden werkeln. Henrich Rohde, Sven Flindt und Heinrich Mahnke sind in ihrer Jagdstrecke unterwegs. "Wir mussten acht Sprünge erneuern", sagt Rohde. Einige Jungbullen hatten während der Weidesaison an den Koppelricks Gefallen gefunden. „Die Sprünge sind fair in der Höhe. Wichtig ist mir, dass alle Sprünge Anlehnung haben, auch wenn ein großer Teil der ehemals vorhandenen Zäune verschwunden ist", sagt der 73-jährige. Dabei ist die Jagd in Eitze, die am Samstag, 13. November stattfindet, schon eine kleine Traditionsjagd. Seit 30 Jahren lädt der Reitclub Verden nach Luttum, ein Ortsteil von Kirchlinteln. „Früher hieß es, die „Eitzer“ müsst ihr einladen, dann habt ihr immer genügend Reiter", erinnert sich Henrich Rohde, der bis 2005 selbst immer mit dabei war.
Doch diese Zeiten sind längst vorbei, Jagdreiter sind im Reitclub die Ausnahme. Dennoch wird die Strecke mit großer Leidenschaft immer wieder hergerichtet. *Durch das Mähen der Weiden ist die Strecke an der Aller wie eine Parkanlage geworden", berichtet Henrich Rohde. Die zwölf Kilometer lange Strecke mit 28 Sprüngen ist sehr abwechslungsreich. Nach zwei Schleppen direkt entlang der Aller geht es in den Wald, danach über die Feldmark wieder zurück zum Ausgangspunkt am Fluss. „Die Vorfreude ist groß. Jetzt wünschen wir uns viele Teilnehmer. Das wäre ein schöner Lohn für unsere Arbeit!"
Schleppjagd hinter der Niedersachsenmeute
In Verden/Eitze
Am Sonnabend, 13. November 2010
Veranstalter: Reitclub Verden
Stelldichein: 12.30 Uhr in Luttum/Kirchlinteln
Auskunft: Henrich Rohde, Tel.: 04231/64085
Die Bilder zeigen die Jagdstrecke in Eitze als „Wintermärchen“. Vor zwei Jahren verzauberten zehn Zentimeter Neuschnee die Landschaft.
Britta Züngel