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Drei Meuten 2011 - 1:1 auf allen Ebenen

Dafür braucht es schon einen so großzügigen Platz wie beim Rheinisch-Westfälischen Schleppjagdverein:  Das Drei-Meuten-Treffen 2011 mit Hamburgern und Niedersachsen sah 101 Hunde und genau so viele Reiter zur großen Jagd am Samstag. Für jeden Reiter ein Hund – ähnlich großzügig bemessen war das gesamte Treffen der drei ältesten Foxhound-Meuten  Deutschlands, die seit sechs Jahren einmal als Trio zusammen kommen.

 

Mit großer Spannung war das Zusammenführen der Hunde erwartet worden. Was passierte? Nichts. Wie selbstverständlich reihten sich alle ein. Vier Schleppen, ausschließlich auf dem vom Verein gepachteten Gelände um das Haus Schwarzenstein, waren vorbereitet mit 20 Sprüngen für die Reiter im ersten Feld.

 

 Alles sorgfältig durchmischt: drei Schleppenleger aus den drei Meuten, jeweils drei Feldführer. Die Master wären am liebsten neben einander geritten, aber das ergab sich nicht immer so und noch am Abend klagte einer aus der zweiten Reihe über Staubentwicklung und den Ehrgeiz seines Pferdes. (Das Leben kann hart sein.)

 Auch die Hunde waren ehrgeizig, boten schon auf der ersten Schleppe großes Tempo und hielten das durch bis zum Schluss. Durch geschickte Regie sahen alle Reiter engagierte Hundearbeit auf Schlangenlinien und in großen Bögen. „Wenn sie nicht so viel geredet hätten.“

Der RWS-Master Christian Coenen hatte mit seiner Equipage das Rahmenprogramm detailliert und ausgeklügelt geplant. Alles fein blau-gelb geschmückt, vom Hornveilchen der Tischdekoration  bis zum „Zier-Pferd“ vor dem Schlossportal. Nur das Haus hat er nicht mehr rechtzeitig vergrößern können. Die vielen Gäste dehnten die ehrwürdigen Mauern fast bis zum Platzen und dann wurde gerockt bis zum Morgengrauen. Der DJ aus Neuß, der sonst 3500 Karnevalsgäste in Schwingung bringt, hatte leichtes Spiel mit den Jagdreitern, die sich nicht zweimal bitten ließen.

Der HSJV-Master Dieter Backasch fasste zusammen, was viele empfanden: „Man kennt sich einfach und ist fröhlich miteinander, ohne Untertöne und Konkurrenzgerangel.“ Es spricht für den Ablauf, wenn der Niedersachsen-Chef Camill von Dungern - nach langem Überlegen - nur einen Verbesserungsvorschlag zu machen hat: „Vielleicht könnte man noch die Wappen der Meuten in die Wege einharken.“ Bestimmt wäre auch das kein Problem.

Vielleicht wird es in Hamburg schon umgesetzt. Dort ist Treffen im März 2012.  

 

Fotos: Elke Stemann / ps

Text: ps