Es gibt sie noch, die Erst-Veranstalter, die sich ’was trauen und das „Risiko“ eingehen, eine Schleppjagd hinter einer Hunde-Meute auszurichten. Am 27. Oktober wird zum ersten Mal in Kirchhatten angelegt – wirklich „spontan“ ist das nicht, denn der Verein ist 1908 gegründet.
Ein echtes „Risiko“ ist die Veranstaltung aber auch nicht, denn die Zutaten für eine gelungene Veranstaltung sind alle da: Reiter, Gelände, eine eifrige Meute und nicht zuletzt ein Veranstalter-Team, das seine Sache versteht.
Die Reiter: Hier im Zentrum der im Nordwesten verbreiteten Fuchsjagd-Reiterei gibt es genügend Aktive, die sich nicht scheuen mit Pferd ins Gelände zu gehen und dort zu galoppieren. Diszipliniertes Reiten in der Gruppe wird hier Woche für Woche an den Tag gelegt.
Das Gelände: Davon gibt es im Raum Oldenburg reichlich, in Hatten nicht zuletzt 60 Hektar Staatsforst, die unlängst an einen Windpark-Betreiber veräußert wurden, der dieser Veranstaltung offen gegenübersteht. Nach dem Sturmschaden von 1972 ist hier wieder aufgeforstet worden und dabei wurde ein rechteckiges Wegeraster angelegt. Wie praktisch – und für winkelige Schleppen wie gemacht.
Die Meute: Eingeladen ist die Ostwestfalen-Meute mit Master Friedel Sielemann, engagierte Foxhounds mit drive auf dem Scent.
Die Veranstalter: Volker Engbert und Hergen Bruns sind für den Hindernisaufbau zuständig, Bernd Eylers hat die Projekt-Leitung. Die drei sind dem Sport seit langem verbunden, kennen sich seit Jahren. Bruns und Engbert – kann man das glauben? - sind sich zum ersten Mal begegnet als sie noch „Voltigierkind“ waren bzw. Reitschüler auf einem Haflinger. Beim RV Frei Tempo Hatten war das, und wie lange das schon her ist, das soll besser nicht nachgerechnet werden.
Stelldichein: Samstag, 27. Oktober, 13.30 Uhr beim Reitklub Frei Tempo, Schmeder Weg, Kirchhatten.
Strecke: 16 Kilometer mit natürlichen Hindernissen. Rast am Plietenberger See. Geritten wird in zwei Feldern.
Weitere Info unter Tel. 0171-7756778 (Bruns) oder im Netz auf freitempo.de