Sie waren jetzt öfter im Ausland auf Informationsreisen und bringen internationale Jagd-Sitten und Gebräuche nach Bierde: Thorsten Mönchmeyer und Elke Homann gestalten die diesjährige „Familienjagd“ der Böhmer Harrier Meute in Bierde mit einem Hauch von „Multi-Kulti“. „Stelldichein wie in Holland, Abritt wie in Irland und Halali wie in Frankreich“, fasst der Master Thorsten Mönchmeyer das neue Format zusammen.
Treffpunkt ist am Samstag, 14.November an der St.Vitus Kapelle im Böhmer Ortsteil Bierde. Dort wird ab 11.45 Uhr ein kleiner Snack serviert. Um 12.30 Uhr ist offizielles Stelldichein und ab 13 Uhr wird geritten. Gegen 15 Uhr ist das Halali geplant. In Holland trifft man sich ohne Pferd zum Stelldichein und in Irland wird das Pferd aufgewärmt beim Ritt zum ersten „cover“. In Bierde werden die Reiter also in flottem Trab durchs Dorf ziehen bevor sie auf der ersten Schleppe die Hunde anlegen. Anders als sonst versorgen die Reiter direkt nach der letzten Schleppe ihre Pferde und kommen dann zu Fuß zurück zur Curée mit der die Hunde belohnt werden. Dazu haben die Bläser der Rallye Trompes de la Bruyére aus Ahlden noch einmal einen großen Auftritt. In der Rethemer Fähre wird anschließend das „deutsche“ Jagdessen serviert und später auch getanzt.
Die Jagdstrecke auf Bierder Gelände ist etwa 15 Kilometer lang und bietet jagdgerechte Hindernisse, darunter in den Marschwiesen auch Hecken und Gräben, die nicht zu umreiten sind. Ein nicht springendes Feld wird geführt. Unberittene Zuschauer werden in Pkw an einige Stellen geleitet, wo die Jagd gut zu beobachten ist.
Das Schleppjagdwochenende beginnt bereits am Freitag, 13. November, mit einer feierlichen Hubertusmesse in der evangelischen Kirche zu Kirchwahlingen. Pfarrer Diedrich Petzhold hält die Predigt, die musikalisch umrahmt wird von den Bläsern der Rallye Trompes de la Bruyére aus Ahlden. Anschließend ist ein gemütliches Beisammensein im Gasthaus Rethemer Fähre arrangiert.