…oder auch Fassenacht, ganz nach regionaler Zugehörigkeit. Wer das von sich sagen will: Am Rodderberg findet vom 13. bis 15. Mai ein Lehrgang für Jagd- und Geländereiter statt, bei dem es unter anderem um Brauchtumsreiten geht. Meldeschluss ist am 24.April.
Ob Schützenfeste oder Rosenmontags-Umzüge - es gibt etliche Jagdpferde, die nicht nur hinter Hunden eingesetzt werden. Aber das Reiten in der Menge ist eine spezielle Herausforderung, der man sich besser nicht ohne Vorbereitung stellt. Udo Vogt behandelt im theoretischen Teil des Lehrgangs die Anforderungen aus der Brauchtums-Reiterei als ganz besondere Gelassenheitsprüfung.
Je nach Bedarf und Vorliebe der Teilnehmer am Lehrgang werden auch die Disziplinen Dressur und Springen vermittelt. Rund 200 Prüflinge haben in den vergangenen acht Jahren diverse FN-Testate bestanden, u.a. die Jagdreiter-Abzeichen erworben. In diesem Jahr kommt die Sauerland-Meute für die Prüfungsjagd.
Hier die Eckdaten zu Kosten und Möglichkeiten:
Beginn: 13. Mai, 11 Uhr, Vorstellungsrunde und Gruppen/Pferdeeinteilung
Ende: 15. Mai, gegen 16: 00 Uhr. Die Prüfungen der Geländereitabzeichen beginnen um 11 Uhr.
Teilnahme mit eigenem Pferd oder Schulpferd -tageweise- ohne Prüfungen ist möglich und wird, soweit passend, in die Lehrgangs-Planung integriert.
10 Uhr Beginn des praktischen Teils,
12 bis 14 Uhr Mittagspause,
14 bis gegen 15:30 Uhr Praxis
16 bis gegen 18:30 Uhr Theorie
Kosten:
Teilnahme mit Leihpferd Rodderberg 55,- € pro Tag mit ca. 3 Std im Sattel, aufgeteilt in Vormittags- und Nachmittagseinheiten, bzw. Prüfungstag.
Teilnahme mit eigenem Pferd 28,- €/Tag
Einstallgebühren pro Pferd 13,- €/Tag
Prüfungsgebühren: Basis-Pass Pferdekunde und Reitpass jeweils 55 Euro. Die beiden Prüfungen können auch an einem Tag absolviert werden.
Gebühr für die Jagdreiterprüfung 1 oder 2, je 70 Euro.
Für Begleiter/Zuschauer entstehen keine Kosten, Verzehr und Unterkunft sind in den oben genannten Kosten nicht enthalten.
Die Lehrgangsinhalte:
Basispass Pferdekunde
Seit dem 1. Januar 2000 ist der Basis-Pass Pferdekunde das allererste Abzeichen, das gemacht werden muss, um alle weiteren Reit- und Geländeabzeichenprüfungen ablegen zu können. Hier geht es noch nicht ums Reiten, Fahren oder Voltigieren, sondern um Kenntnisse rund ums Pferd.
Deutscher Reitpass
Der Reitpass ist Voraussetzung für die FN-Abzeichen im Geländereiten, also auch für die Jagdreiterabzeichen Stufe I und II. Der Bewerber für den "Deutschen Reitpass" muss vor Fachleuten zeigen, dass er ein geeignetes Pferd in einer Gruppe im Gelände und im Straßenverkehr sicher reiten kann und über die dafür nötigen theoretischen Kenntnisse verfügt. Ziel des Deutschen Reitpasses ist der Umwelt- und Tierschutz, die Unfallsicherheit und das Vertiefen des Verständnisses für die Belange anderer Erholungssuchender, sowie der Landwirtschaft, Forstwirtschaft und des Jagdwesens.
Jagdreiterabzeichen Stufe I
Hier geht es um konkrete Fragen rund um die Teilnahme an einer Reitjagd. Themen sind das Verhalten im Jagdfeld, unter Berücksichtigung von Sicherheit, Tierschutz und das jagdliche Brauchtum.
Voraussetzungen sind Basispass Pferdekunde, Deutscher Reitpass, Mindestalter 12 Jahre, Erste-Hilfe-Kurs über mindestens 4 Doppelstunden (nicht älter als 4 Jahre).
Für die praktische Prüfung muss der Bewerber sein Pferd auf dem Außenplatz vorstellen. Gefordert wird geordnetes Reiten in der Gruppe in mehreren Tempi und das Überwinden von natürlichen Hindernissen.
Bei der theoretischen Prüfung werden folgende Inhalte geprüft: Grundkenntnisse in Pferdekunde und -haltung, insbes. unter Berücksichtigung der Versorgung der Pferde an Stopps, Ausrüstung beim Jagdreiten, Aufgaben der Jagdchargen, jagdliches Brauchtum, Verhalten im Straßenverkehr und in Wald und Flur unter Beachtung der gesetzlichen Bestimmungen, Verhalten bei Unfällen.
Jagdreiterabzeichen Stufe II
Bei diesem Abzeichen erwirbt der Bewerber grundlegende Fertigkeiten für die Organisation einer Reitjagd. Darüber hinaus soll der Bewerber befähigt werden, als Feldpikör einsetzbar zu sein, auch im springenden Feld.
Voraussetzungen sind das Jagdreiterabzeichen Stufe I und ein Mindestalter von 14 Jahren.
Für die praktische Prüfung muss der Bewerber sein Pferd nicht nur auf dem Außenplatz vorstellen. Gefordert wird außerdem Gruppengalopp im Gelände, dabei Absolvieren eines Ausschnittes einer jagdlichen Hindernisstrecke in einer Gruppe.
Bei der theoretischen Prüfung werden außer den Inhalten für Stufe I die folgenden Kenntnisse geprüft: Planung von Reitjagden unter Berücksichtigung der Leistungsfähigkeit der Pferde in unterschiedlichem Gelände, gezielte Vorbereitung von Pferd und Reiter, Grundsätze der Auswahl der Strecke, jagdreiterliche Ethik, jagdreiterlicher Natur- und Umweltschutz, Verfahren der Genehmigungen, erforderliche Ordnungs- und Notdienste.
Mehr Info und Anmeldung bei Udo Vogt, Tel 01703326311 oder Udo_Vogt@t-online.de