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Championat für Jagdpferde

Das ist ein Novum in Deutschland: Ein Championat für Jagdpferde. Am 28. April geht es auf dem Hof Alt in Warmeloh nördlich von Hannover um Schärpe und Siegerkranz für den besten, schönsten, schnellsten, sichersten Kameraden, die Kameradin, mit denen Jagdreiter (beiderlei Geschlechts) Stunde um Stunde verbringen.

Veranstalter ist die Böhmer Harrier Meute in Zusammenarbeit mit der Familie Alt und dem RFV Mandelsloh. Die Deutsche Schleppjagdvereinigung (DSJV) hat die Patenschaft über das Championat überommen.

Anbei die Ausschreibung hier
und was sich hinter den einzelnen Stichworten verbirgt: 

Nr. 1: Präsentation und Gehorsam
a) Die Pferde werden nach Anweisungen der Richter im Schritt, Trab und Galopp in einer Gruppe vorgestellt, Reihenfolge nach Kopfnummern. Hier zählen dressurmäßige Grundlagen, Sitz des Reiters, der korrekte leichte Sitz. Zusätzlich werden bewertet Pflege- und Passzustand des Sattelzeuges, Pflegezustand des Pferdes, jagdlich korrekter Bekleidungsstil des Reiters.

b) Die Pferde werden nach Anweisungen der Richter einzeln vorgestellt. Dabei wird die Reaktion auf einen Hornbläser zu Fuß bewertet. Anschließend wird hinter/neben/vor dem Pferd im Schritt  auf einer Strecke von 20 m durch einen Helfer in ca. 3 Pferdelängen Abstand mit der Hetzpeitsche geknallt, um die Reaktion des Pferdes zu bewerten.

Nr. 2: Wegestrecke und Geschicklichkeit

Die Wegestrecke von 5 km ist in Optimalzeit zu bewältigen. Jede Sekunde Abweichung von dieser Optimalzeit wird mit einem Strafpunkt bewertet.
Anschließend ist eine ca. 200m lange Strecke durch natürliche Hindernisse wie  Büsche und über Bäume  korrekt zu bewältigen. Dabei muss einmal ab- und aufgesessen werden. Als Hindernisbestandteile können Tore und Schranken vorkommen. Schnellstzeit ist Bestzeit.

Nr. 3: Geländeprüfung für Einzelreiter

Nach Bewältigung des ersten Teiles entscheidet der Richter durch Ansage  der Wertnote, ob bei einer Mindestwertnote von 6,5 ein Weiterritt möglich ist.
Unterhalb der Wertnote nimmt der Reiter automatisch an der Platzierung in Teil 1 teil. Reitet er weiter, verzichtet er auf eine Placierung in Teil 1 und wird in Teil 2 neu bewertet. Teil 2 ist Voraussetzung für die Platzierung im Jagdpferdechampionat.

Nr. 4: Geländeprüfung in der Gruppe

Die Gruppen können durch die Teilnehmer benannt werden. Für die Platzierung zählt die Durchschnittswertnote der Gruppe.
Einzelreiter können durch die Meldestelle als Gruppe zusammengestellt werden.
Es zählen der geschlossene Eindruck der Gruppe, geregeltes Tempo in guter Anlehnung der Pferde, der korrekte leichte Sitz vor, während und nach dem Sprung.
Während der Prüfung ist das Tetenpferd zweimal im Galopp zu wechseln.
Ca. 3 Sprünge bis 80 cm, Länge ca.  1500m

Nr. 5: Geländereiten im Damensattel
Länge der Strecke ca. 1000m mit Wasserdurchritt und  3 optionalen Sprüngen bis 50cm. Je Sprung kann der Reiter 1 Zusatzpunkt erzielen, der auf die Stilnote angerechnet wird.
gewertet werden Stil und Zusatzpunkt

Nr. 6: Bläserprüfung zu Pferd 
Der Wettbewerb wird in zwei Gruppen in ES und Trompe getrennt placiert.
Eine Pflichtfanfare und direkt im Anschluss eine Fanfare nach Wahl sind auf dem Pferde im Stand zu blasen. Das Pferd darf nicht von Dritten gehalten werden.
Für diese Prüfung wird aus natürlichen Hindernissen in U-Form ein Prüfungsplatz erstellt, der dem Pferd Anlehnung und Ruhe ermöglicht.

Nr 7: Führzügelklasse für Jung-Jagdreiter
Vorstellung von Pferd und Reiter an der Hand im Schritt und Trab mit zwei Hindernissen in einer Höhe von ca. 20cm, die zunächst im Schritt und dann im Trabe zu "überwinden" sind.
Die einheitliche, phantasievolle Umsetzung des Themas "Jagdreiterei" von Pferd, Reiter und Führendem wird im Besonderen bewertet. Freude und Begeisterung stehen dabei im Vordergrund.
Zwei Noten für A: Sitz und Einwirkung des Reiters, sowie B: Phantasie, Stil und Einheitlichkeit des Bildes werden bekanntgegeben und zu einer Wertnote zusammengeführt.