Der „Franken-Versuch“ ist in Jahr alt. Ein Jahr ist es her, seit das Beagle-Pack der Frankenmeute auf drei Kennelanlagen aufgeteilt worden ist. Im November 2012 wurde auf Grund vereinsinterner Streitigkeiten ein Lösung gefunden, wie es sie in Deutschland bisher noch nicht gab: Ein 35 Hunde umfassendes Pack wird aufgeteilt - auf drei Standorte.
Viele haben das „Experiment“ beobachtet, teils mit Skepsis, teils mit überaus großem Interesse. Plötzlich stand die Frankenmeute im Fokus der deutschen Meutehalter. Keiner konnte sich wirklich vorstellen, dass eine intakte, gut jagende Meute, aufgeteilt auf verschiedene Mitglieder der Equipage, ihre Qualität halten oder gar ausbauen könnte. Schließlich veränderte sich nicht nur der Lebensraum der Hunde, sondern auch die Ansprache, denn das Amt des Masters war neu besetzt. In der alten englischen Literatur war es zwar immer wieder beschrieben: kleine Meuten wurden auf einzelnen Bauernhöfen gehalten, um dann zur Jagd zu einem großen Pack zusammengeführt zu werden. Aber kann das wirklich gelingen?
Das Fazit nach einem Jahr: Es kann! Die Hunde hatten sich sehr schnell an ihre Umgebung gewöhnt. Ein gemischtes Pack aus zwölf Rüden und sechs Hündinnen fand sein neues Zuhause bei der Zuchtwartin Birgit Hoepffner und ihrem Mann Jürgen, Präsident der Frankenmeute. Zwölf Rüden und fünf Hündinnen traten ihre Reise nach Unterfranken an. Die Rüden leben seitdem bei Uwe Hochbrückner, dem Master der Frankenmeute, und die „Damen“ zogen auf dem Reiterhof von Stefan Radina ein. Sichtlich genossen alle drei Packs die neue Ruhe in ihren kleineren Gruppen und in den individuell gestalteten Kennelanlagen. Auch war das Gewichtsmanagement der Hunde über den Winter leichter durchzuführen, da auch hier die kleineren Gruppen ihren Vorteil zeigten. Das Prinzip der kleineren Gruppen zahlte sich aus: alle drei Packs zeigten sich, auf Grund der besseren Individualbetreuung bereits im Frühjahr zu den Trainings in bester Manier. In den Wintermonaten wurden die Hunde zu Spaziergängen oder auch einfach nur zum Spielen zusammengeführt. Somit fand auch die befürchtete Entfremdung der Hunde nicht statt.