Ralph Kathrein, Master of Hounds der ehemaligen Odenwald-Beagle Meute, ist plötzlich gestorben. Er wurde nur 60 Jahre alt. Für die Weihnachtsfeier mit der Beagle Meute Münsterland am kommenden Samstag hatte er noch Reisepläne mit Freunden gemacht.
Die Meute, die bis zuletzt mit Kathreins Namen verbunden war, wurde als Privatmeute 1967 von Hans Messer gegründet, unter anderem mit Beagles aus der Beagle- Meute- Lübeck.
Zwei Jahre nach der Gründung verstarb Hans Messer. Danach übernahm Carlo Weber aus Asbach das Pack. Weber führte die Hunde 13 Jahre lang. Ralph Kathrein gehörte zu seiner Equipage.
1981 gründete Kathrein mit Zukäufen und Hunden von Weber seine eigene Meute, die Neuhof - Beagle – Meute in der Nähe von Gießen, wo er Tiermedizin studierte. Unter diesem Namen wurde die Aufnahme bei der Deutschen Schleppjagdvereinigung, damals noch Fachgruppe Jagdreiten im Deutschen Reiter- und Fahrerverband, beantragt.
1982 gab Weber aus gesundheitlichen Gründen alle Beagles an Kathrein ab unter der Bedingung, den Traditionsnamen Odenwald Beagle Meute weiter zu führen. Der Name Neuhof-Beagle-Meute wurde zurückgezogen.
Bis ins Jahr 2000 führte Kathrein die Odenwald Beagle Meute erfolgreich und als Privatmeute. Allerdings ergaben sich wegen der Ortslage des Kennels Differenzen mit der Nachbarschaft. Trotz jahrelangen größten Bemühungen konnte im Großraum Gießen kein neuer Standort gefunden wurden. Die Hunde wurden an den Reit- und Schleppjagdverein Gröst abgegeben und jagen seither unter dem Namen Geiseltal-Beagle-Meute.
Jagdreiten war die große Leidenschaft von Ralph Kathrein. Daneben war er jedoch auch ein begeisterter Oldtimer-Fan. Mit seinem alten weißen Jaguar fuhr er zahlreiche Rallyes, unter anderem auch in England, der nominellen Heimat seiner Beagles.
Kathrein hinterlässt seine Lebensgefährtin Renate Klaum in Grüningen und eine Tochter. Die Beisetzung findet im kleinsten Familienkreis im Friedwald Laubach statt.
Text und Fotos: Arnim Jandt