Schleppjagd und Vielseitigkeit – die Disziplin der „ungleichen Schwestern“ oder der „Brüder im Geiste“. Dass man das eine tun und Erfahrungen dazu im anderen sammeln kann, sieht man immer wieder, und es wird auch stark empfohlen, weil vieles dafür spricht. Dr.Harald Mayer liefert ein jüngstes, gutes Beispiel.
Die aktuellen Bilder zeigen es: Rainer Schmitt-Sasse, in Wuppertal Trainer für Eventer und selber engagierter Jagdreiter hinter den RWS-Foxhounds, hat einen (oder zwei) Rohdiamanten gefördert .
Talent-Schuppen: Der Chemiker mit Bayer-Vergangenheit ist beim Schleppjagdverein von Bayern groß geworden (in vor-Bayer-Zeiten) und seither „weiter gereift“ u.a. bei der Sauerland und der Warendorfer Meute. Vor sechs Jahren kam er mit Rendezvous M zusammen. Der war „roh und hirschhalsig“ und für seine Karriere als Jagdpferd nicht mit einer irischen Visitenkarte empfohlen. Da steht stattdessen bestes westfälisches Dressur-Blut: Rosenkavalier x Frühlingsball. Heute ist er 11 und „hat mich noch nie irgendwo hängenlassen. Der wendet auf ’ner Untertasse.“
Mayer (56) genießt den frischen Ruhestand und seine neue sportliche Berufung – in der Nebensaison, neben dem Jagdreiten selbstverständlich nur. Und – schon ganz Profi - weiß er auch worauf es jetzt noch ankommt. „Zur langfristigen finanziellen Absicherung meiner seniorenreiterlichen Bewegungstherapie suche ich dringend leistungsstarke und –willige Sponsoren!“, kam jetzt der offensichtlich nicht ganz ernst gemeinte Aufruf. Eine Idee dazu hätte Mayer aber schon: „Am besten mit einem Sack Hafer. In so ein 1,86 Meter-Pferd passt viel rein.“
Nicht ganz jung mehr der eine, nicht ganz handlich in der Größe und mit der "Rache der Chromosomen" gestraft der andere – was soll’s? Hindernisse sind zum Überwinden da: