Der Geländeritt des RWS war sein Werk. Er hat in 52 aktiven Jagdreiter-Jahren über 1000 Jagden geritten, war 37 Jahre lang Sportwart des Rheinisch-Westfälischen Schleppjagdvereins, und ist dafür zum Ehrenmitglied ernannt worden. In Wachtberg ist Heinz Hermanns verstorben. In wenigen Wochen wäre er 75 geworden. Die Trauerfeier findet am Freitag, 20. Januar in Bad Godesberg statt.
1958 stieß Heinz Hermanns zum RWS und gehörte damit zu den „Ältesten“ im Verein. Am 15.November 1958 ist er seine erste Jagd dort geritten, mehr als 1000 weitere folgten. Über 100 hat er mit verschiedenen Jagdfreunden ausgerichtet. Zum ersten Mal war er Jagdherr in der Wahner Heide, am 13.Oktober 1962.
Von 1968 bis 2005 war Hermanns „Sportwart“ im RWS. Er leitete Lehrgänge und zeichnete vor allem für den Aufbau und die Ausrichtung des Geländeritts verantwortlich, der traditionell am 1. Mai den Kalender des Vereins bestimmt. 2010 ist er unter anderem dafür zum Ehrenmitglied ernannt worden.
Im Bonner Raum ist Hermanns „der“ Jagdreiter schlechthin gewesen. Er führte den Domhof von 1962 – 1999 (37 Jahre), danach elf Jahre das Gut Haus Holzem. Der Domhof als Sitz des Internationalen Bonner Reitclubs brachte dem RWS viele von Heinz Hermanns geworbene Mitglieder. Zu der sogenannten „Bonner-Truppe“ gehörten unter anderem der legendäre General a. D. Johannes Steinhoff und Dr. Andreas Meyer-Landrut, Botschafter in Moskau und langjähriger PM-Vorsitzender der FN. Hermanns großer Verdienst waren die Jagden „Aaper Höfe“ und „Wahner Heide“ zu initiieren. Über seine Herkunft als Landwirt fand er immer überzeugende Worte und Argumente zu den benachbarten Grundbesitzern um über deren Flächen zu reiten.
Hermanns hinterlässt seine Frau Irene, mit der er seit 1968 verheiratet war und die seine Jagdleidenschaft teilte und Sohn Peter.
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