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Zur Person - Egbert von Schultzendorff

Zeitmanagement steht ganz oben in der Job-Beschreibung des neuen Vorsitzenden der Deutschen Schleppjagdvereinigung. Bei Egbert von Schultzendorff steht viel auf dem Tageszettel.

Master der Niedersachsenmeute, gemeinsam mit seinem Schwager, Camill von Dungern, Huntsman für 40 Foxhounds, im Jagdstall 20 Pferde – eigene und Einstaller, Kirchenvorstand,  Stadtrat (für die FDP). Heu- und Strohernte statt Sommerurlaub, fünf lange Wochenenden für  Jagdreitertage, eine Woche Jugendlehrgang mit rund 80 Teilnehmern,  aktiver „grüner“ Jäger. „Und eigentlich suche ich schon lange einen Rechtsanwalt, der meine Arbeit in der Kanzlei macht.“  Seit 30 Jahren ist er Rechtsanwalt, Schwerpunkt Erbrecht, und Notar in Dorfmark, wo er mit seiner Frau Cosima von Loesch und vier Söhnen lebt: Paul (28), Casimir (26), Leonard (22) und Johannes (17). Alle vier reiten, drei von ihnen führen auch die Hunde.
Größter „Zeitfresser“ zur Zeit ist der im März von den Meute-Vereinsmitgliedern beschlossene Kennel-Neubau. Noch vor Weihnachten sollen die 40 Foxhounds der Meute in den 200.000 Euro-Bau einziehen, der auch Platz bieten wird als Treffpunkt für die Reiter, die nach Dorfmark kommen. Die Pferdeboxen auf dem Hof, die den Hunden als „Übergangsheim“  dienen werden, sind bereits fertig gestellt. 
Aufgewachsen in einer Offiziersfamilie mit sechs Kindern hat er im bayerischen Fürstenfeldbruck als Jugendlicher in der Klosterreitschule die Pferde kennengelernt.  Ländliche Vereinsreiterei bis zum Studium an vier Universitäten, von Heidelberg bis Hamburg, Referendarzeit am Amtsgericht Walsrode und OLG Celle. Im Elternhaus seiner Frau ist er wieder an Pferde gekommen. Seit acht Jahren begleitet ihn der Hannoveraner Schimmel Gustav als stattliches Masterpferd. „Auf den kann ich mich 100prozentig verlassen.“ Ein Nachfolger aus eigener Trakehner-Zucht wird gerade aufgebaut. „Wir finden unsere Pferde in der Umgebung“, sagt er über die  Jagdpferde der Familie. „Wir suchen Pferde mit Seele. Alles andere bringen wir denen bei.“ 

 

Text: Schlemm, Fotos: Eylers (oben) und Wenck