Auch auf der Equitana – „Weltmesse des Pferdesports“ – konnte man es sehen: Jagdpferde machen wirklich alles mit. Der Schimmel Lennox hüpfte mit seiner Lena auch über Riesen-Gymnastikbälle. Und das alles im Rahmen eines großen Show-Programms, wo klassisches Reiten auf Parelli traf. Ganz sicher: Lennox tut’s auch ohne Knotenhalfter und Carrot stick.

Foto: Equitana/ fotokuczka.de
Lennox ist für Lena „der beste Schimmel“, ein 15jähriger Zweibrücker Wallach. Er gehört Dr. Herbert Klengel in Holzerode, dem Vielseitigkeits- und Jagd-Veranstalter. Corina Klengel kaufte ihn vierjährig vom Züchter und angeritten. Lena Rindermann reitet Lennox seit fünf Jahren. Außerdem wird er hin und wieder als Schulpferd und Prüfungspferd für Reitabzeichen eingesetzt. Lena hat mit ihm ihren Trainer A-Schein gemacht, ihn erfolgreich bis CCI* und zum Bundeswettkampf Vielseitigkeit geritten. Auf Jagden geht er sowohl im Feld als auch als Schleppenbegleitung vorne. Im vorigen Herbst haben die beiden den Stilpreis der Böhmer Harrier bekommen.
Die sportlichen Ziele sind in diesem Jahr erneut der Bundeswettkampf Vielseitigkeit. Höhepunkte der Jagdsaison – wenn nicht dieses, dann im nächsten Jahr - könnten Herrenchiemsee oder Norderney sein.
Lena Rindermann ist seit Juli 2012 als „NFK“ (=Nachwuchsführungskraft) bei der FN und ist „unsere Frau“ in Warendorf. Sie bringt den Persönlichen Mitgliedern (unter anderem) das Thema Jagdreiten näher und hat dazu in Zusammenarbeit mit Axel Henrich (Versmold, für DSJV) schon PM-Angebote auf Herrenchiemsee, zum Rodderberg und auf Schwarzenstein organisiert. Die Master Toni Wiedemann (SvB) und Christian Coenen (RWS) haben da jeweils referiert. Im Sommer 2013 will sie mit den PM’s zur Junghundeschau.
Rindermann kommt aus Göttingen und reitet Turniere. „Aber nur Vielseitigkeit, vielleicht 6 bis 7 im Jahr“ und wenn möglich auch einige Jagden im Herbst. Parallel neben der Bürotätigkeit und dem „besten Schimmel“ Lennox reitet sie abends auch noch ein oder zwei Pferde von Frank Ostholt.
Zur Schleppjagd ist sie gekommen durch Fritz von Blottnitz und eine Einladung zur Jagd mit den Hamburgern auf dem Untergut Grabow 2004 anlässlich eines runden Geburtstags des Gastgebers. „Es hat mir leider nur keiner vorher erzählt, dass diese Jagd etwas anspruchsvoller ist.“ Aber ihr damaliger Vollblüter und sie haben sich gut gehalten. „Erst im zweiten und dann im ersten Feld.“
Auch mit den Hessen in Holzerode und den Cappenbergern bei Familie Sälzer in Jerze war sie schon unterwegs.
Genau die richtige Vorbereitung für Gymnastik-Sprünge im Großen Ring der Equitana in Essen. Classical Riding meets Natural Horsemanship? Kann ja sein, aber Jagdreiten ist immer eine gute Vorbereitung.
PS