Cookies helfen uns bei der Bereitstellung unserer Inhalte und dabei das Nutzererlebnis zu verbessern. Mit der Nutzung dieser Website erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Ok Mehr Informationen

Taunus-Rekordmarke geknackt

Einen bisher noch nie dagewesenen Rekord konnte die Taunus-Meute bei ihren diesjährigen Trainingstagen in Lauterbach/Vogelsberg feiern: Da hat Wulf Otto seine 400. Jagd hinter der Meute geritten.

Die Taunus-Meute zählt zu einer der Meuten, die seit Anbeginn akribisch die Teilnahme ihrer Mitglieder an den Meute-Veranstaltungen dokumentieren. Seit einiger Zeit war nicht nur klar, daß Wulf Otto diese ewige Bestenliste der Aktiven nicht nur deutlich anführte, sondern der 400er Marke immer näher rückte. Am 31. Mai 2013 war es schließlich soweit: Unter „irischen Bedingungen“ ritt er seine 400. Jagd hinter  den Foxhounds der Meute.
Dies ist zum einen der absolute Meute-Rekord bei der TM, zum anderen aber auch das Ergebnis eines vorbildlichen, jahrzehntelang unablässigen Einsatzes als aktives Mitglied, als Pikör, als langjähriger Schleppenleger und als Präsident der Meute. Otto ist zusammen mit seiner Frau Anneliese ("Anny") seit 1972 Mitglied der Meute. Zunächst war er aber im Gegensatz zu seiner Frau gar kein besonders aktiver Jagdreiter sondern sehr im Vielseitigkeitsreiten engagiert. So vergingen die ersten Jahre und Otto ritt lediglich einige wenige Jagden zum Ende der Saison. Auf diese Art und Weise wäre es niemals zum Meute-Rekord gekommen. Das Bild änderte sich allerdings in den 80er Jahren deutlich, nachdem Otto seine Karriere im Vielseitigkeitssport beendete. In den folgenden Jahrzehnten gehörte er zu den aktivsten Reiter der Meute.
Die Vereinschronik dokumentiert dies auf eindrucksvolle Weise:

1988 ritt er seine 50. Jagd
1991 bereits seine 100. Jagd
1997 Ehrenbruch für die 200. Jagd
2006 Ehrenbruch für die 300. Jagd
In den Jahren 1996, 2004, 2005, 2006 und 2011 gehörte ihm jeweils der Pokal für den aktivsten Jagdreiter der Saison.

Für diese herausragende Leistung, die in der Taunus-Meute aller Voraussicht nach über viele Jahre hinweg nicht wieder erreicht werden wird, erhielt der Jubilar nicht nur zahlreiche Glückwünsche sondern auch den Ehren-Pokal der Meute. „Ein großer Moment der Meute-Geschichte,“ kommentierte Willibald Müller, der Otto als Präsident nachgefolgt ist. Und der Pokal wurde natürlich am Abend noch ausgelassen in großer Runde im Golfclub Schloß Sickendorf gebührend gefeiert.

Anny Otto kommt in der seit 45 Jahren geführten Liste der aktiven Reiter mit 308 Jagden als nächste hinter ihrem Mann, aber sie hat sich mit ihrer Korduca inzwischen aus dem Sport verabschiedet (wir berichteten.) Als Ehepaar zusammen als Mitglied – da sind sie vermutlich „auf ewig“ unerreicht. Wulf Otto hat seinen Ehrenpokal als Wanderpokal ausgewiesen. Ansporn für alle, die als nächste die „400“ hinter der Taunus-Meute anpeilen. Der oder die bekommt den Pokal – mit dem Namen Wulf Otto drauf.


Text: Willibald Müller, Fotos: Taunus-Meute