Hermann Laier 30 Jahre Badischer Dragoner
30 Jahre Badische Dragoner mit Hermann Laier als Master. Das wurde gefeiert mit einer Jubiläumsjagd in Forst bei Karlsruhe. Festlicher Auftakt war eine Hubertus-Messe, geblasen von der Bläsergruppe St.Eustachius aus Mensingen in der Kirche von Forst. Danach wurde mit den Trompes die Schleppjagd angeblasen.
Geritten wurde auf der Hausstrecke in Forst, zunächst bei goldenem Sonnenschein in weitem Wiesengelände, dann bei Regen im Wald. „Schwere Bedingungen für die Hunde“, hebt Laier hervor.
Zum Jubiläums-Meet waren neben den Badischen Dragonern auch die Foxhounds der Ostwestfalen-Meute mit Friedel und Heike Sielemann unterwegs: insgesamt 17 Koppeln = 34 Hunde, darunter auch vier Einjährige, die bei Laier im Kennel zur Welt gekommen sind und jetzt gerade drei Monate bei Sielemann im westfälischen Fürstenberg „in Ausbildung“ waren. „Die sind so toll gelaufen schon nach dieser kurzen Zeit. Sowas habe ich noch nie erlebt“, freute sich der Jubilar.
Aufgabenteilung - dieses Agreement ist Grundlage einer in der deutschen Meutelandschaft ungewöhnlichen Zuchtgemeinschaft, die der Bauunternehmer Laier seit Gründung seiner Privatmeute zunächst mit der Lipperland-Meute und jetzt mit den Ostwestfalen unterhält. Der nächste Wurf für 2014 ist bereits „in Arbeit“. Die ersten Ostwestfalen aus deren W-Wurf laufen nach vier Jahren mit Sielemann bereits ihre „zweite Halbzeit“ bei den Dragonern.
Star des Tages war wieder der Schimmel Morris (17), der inzwischen mehr als zehn Saisons hinter sich hat und über Aidan O’Connell nach Deutschland kam, zunächst im Feld beim HSJV. Vor sieben Jahren hat Laier den Iren dort unprobiert in Hamburg von Jagdreitern gekauft und erst zu Hause in Forst zum ersten Mal selbst geritten. Seither haben die beiden mehr als 100 Jagden gemeinsam bestritten – nicht nur im Badischen sondern auch im Elsass und an der Nordsee auf der Insel Borkum „und dabei kein einziges Hindernis ausgelassen“. Mindestens drei Jahre will Laier mit diesem „Glücksgriff“ und den Hunden weiter unterwegs sein. „Dann werde ich 75 und dann sehen wir mal weiter.“
Text: Petra Schlemm, Fotos: Jürgen Lange