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Jutta Nebe: Auch passiv weiterhin aktiv

Seit fünf Jahren reitet sie nicht mehr aktiv, aber in die Geburtstagsschleppe zu ihrem 70. hat Deutschlands „First Lady of Hunting“ als Gastgeberin vieles einfließen lassen, was ihr in 45 Jahren im „Sport in Rot“ gefallen hat. Für mehr als 40 Reiter richtete Jutta Nebe (Hattingen) ein stilvolles Januar-Meet in Schwarzenstein aus.

 

 

Hot Paddy und angeregte Gespräche zum Stelldichein bei Sonne, zuschauergerechte Wegführung mit Schwerpunkt auf Beobachtung der Hunde, wenige, aber interessante Hindernisse und hinterher „im Haus“ eine liebevoll gedeckte Tafel für zünftigen Grünkohl, reichlich und vom Feinsten.

 


 

Mit ihrem ältesten Enkel Yuma begrüßte die Jubilarin ihre Gäste. Master Christian Coenen und seine Equipage um Huntsman Heiko Burchardt setzten die Hunde vorteilhaft in Szene. Auch der Ehrenhuntsman Wilfried Ebel ist mitgeritten. Unter den Zuschauern viele Weggefährten aus den aktiven Zeiten im Sattel.

 

 

 

 

 


Detlef Koshorst hat die Laudatio galten und zeichnete ein intensives Jagdreiterleben, das der Gesundheit zuliebe schon 2008 zum Ende kommen musste - 45 Jahre mit mehr Tagen im Sattel als rechnerisch eigentlich möglich sein können. Der Kreis hat sich beim RWS geschlossen: 1963 die erste Jagd hinter den Foxhounds, noch in Essen auf Hugenpoth, mit ihrem Mann Edgar, der ihre Begeisterung - bis zu einem gewissen Grad - teilt und darüber hinaus (trotzdem) immer fördernd unterstützt hat. Hinter fast allen Meuten Deutschlands ist sie geritten, vom Norden bei den Hamburgern bis zu den Bayern auf Herrenchiemsee, landauf landab zwei bis vier Jagden - pro Woche! Zehn Jahre war sie Pikörin der Cappenberger Meute, hat sich dort ein eigenes Schleppgeschirr bauen lassen, das jetzt die RWS-Equipage weiter nutzt. 1998 kam sie wieder zu den Rheinisch-Westfälischen, wo jetzt mit einiger Verspätung auch die Statistik wieder stimmt. Detlef Koshorst überreichte ihr nachträglich den „großen“ RWS-Knopf mit Silberkranz für mehr als 125 Jagden hinter dieser Meute.
Seit sie passive Jagdreiterin werden musste, ist Jutta Nebe nicht ruhiger geworden. Sie führt das Jagdbuch der Meute und sorgt dafür, dass es immer und überall pünktlich zur Stelle ist, wo geritten wird. Im Beirat des Bundesverbandes lässt sie auch weiterhin ihre große Kenntnis und Erfahrung einfließen.

 

 


 

Text und Fotos: Schlemm