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Von der Schleppe zu Schnippy

Es ist der Lauf der Dinge, dass sie sich verändern. Jagdreiter im Herzen ist er immer noch, und zum runden Geburtstag kommen die Hunde der Taunus-Meute, um ihrem ehemaligen Präsidenten Wulf Otto  zum 75. zu gratulieren. Aber die aktive Laufbahn ist zu Ende, und an Stelle  des Schleppgeschirrs wird Shetland-Pony Schnippy aufgeschirrt. Aber Pokale künden von den Zeiten in Rot.

Pokale sind ungewöhnlich beim Jagdreiten, wo es ja nie um Sieg und Platz geht. Noch ungewöhnlicher sind die „Pötte“, die Wulf Otto vorweisen kann. Vor drei Jahren hat er von der Taunusmeute einen ganz besonderen „Ehrenpokal“ bekommen: für  420 gerittenen Jagden hinter den Hunden der Taunusmeute. Das ist bis jetzt einmalig in der Geschichte der Meute. Aber es könnte sich wiederholen, wenn Andere-lange genug durchhalten, denn Wulf Otto hat die Trophäe als Wanderpokal ausgeschrieben. Dem nächsten, der diese Zahl erreicht, wird sie dann weitergegeben.  Aber bis dahin steht die Auszeichnung weiter in Burg bei Herborn. Direkt daneben noch der Pokal der Taunus-Meute 2015 für die meisten Jagden. Denn diese Wertung hat Wulf Otto noch immer angeführt. Da war er 74.



Als Züchter von Trakehner Pferden ist der Jubilar auch schon geehrt worden: mit einer Doppelseite in der Verbandszeitschrift „Trakehner Hefte“ im November 2015. Selten genug, dass Jagdpferde im Mittelpunkt von Pressepublikationen stehen – umso bedeutsamer ist ein ganzseitiges Foto. Martin Diehl hat bei der Jagd im Raum Frankfurt fotografiert.



Aber Otto und seine Frau haben da schon weiter in die Zukunft geschaut und ihrer Enkeltochter Ava Anny Hoffmann zu ihrem dritten Geburtstag ein Shetland-Pony geschenkt. Sie reitet auch schon darauf. „Vielleicht zukünftiger TM-Nachwuchs“, hoffen die „pferdigen“ Großeltern Wulf und Anny. Und damit die drei Enkelsöhne nicht traurig sind, haben sie eine Kutsche bekommen. Der Großvater hat das Pony eingefahren und kutschiert jetzt seine vier Enkel mit Schnippy durch die Gegend.


Die Hunde der Taunus-Meute kamen am 15. Februar am Abend und brachten zum Geburtstag „La Curée“. Ein Anlass, der sogar die Schwester aus Kanada zum Familienfest heim nach Deutschland lockte. Es ist jetzt drei Jahre her, seit Wulf Otto 2013 das Amt des Präsidenten der Taunus-Meute an Willibald Müller abgab. „Und zum ersten Mal seit 45 Jahren habe ich einen Ehemann ohne ein Ehrenamt,“ macht Anny Otto ihre private Zeitrechnung auf.  
Die Zeiten ändern sich und wir uns mit ihnen.
Fotos: Martin Diehl und Taunus-Meute

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