Cookies helfen uns bei der Bereitstellung unserer Inhalte und dabei das Nutzererlebnis zu verbessern. Mit der Nutzung dieser Website erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Ok Mehr Informationen

Hermann Laier zum Achtzigsten

Vor 38 Jahren hat Hermann Laier mit einer Handvoll Freunden die Badische Dragoner-Meute (wieder) gegründet. Privatmeuten-Halter und privater Meutehalter – der erfolgreiche Bauunternehmer aus Forst bei Bruchsal ist im Bundesverband der Deutschen Schleppjagdvereinigung DSJV immer beides gewesen. Dreizehn Jahre war er im Vorstand tätig und hat die Geschicke der Schleppjagd in Deutschland mit bestimmt ohne dabei auf sehr privater Ebene in Forst und Umgebung sein sehr eigenes Ding durchzuziehen.  Heute, am 2. August 2021, wird er 80 Jahre alt.

Von 1999 an hatte Hermann Laier für sieben Jahre einen Sitz als Beirat im Präsidium und war hier als Sprecher der Privatmeuten nominiert. Danach übernahm er das Amt des zweiten Vorsitzenden und war hier engagiert im Team mit Stefan Entel verbunden, der dem Verband seit 2002 vorstand. Zu Laiers „Entdeckung“ auf Bundesebene geführt hat vermutlich die Ausrichtung einer Jahrestagung für die Meutehalter, denen die neue Meute vorstellt wurde. Aus ganz Deutschland reisten die Schleppjäger-Teilnehmer aus den anderen Meuten an und wurden mit überwältigender Gastfreundschaft zur „badischen Lebensart“ bekehrt.   


Aus erster Hand erlebte später der DSJV-Vorstand dieses Savoir Vivre, denn über Jahre bot Hermann Laier sein Privathaus als Tagungsort für den Vorstand an. Zu den Treffen in Schwarzenstein reiste Laier nie ohne einen ausreichenden Weinvorrat aus dem eigenen Keller, freigebig ausgeschenkt an die Freunde im Geiste der Jagd in Rot.  


Die Badischen Dragoner stachen unter ihrem Gründer und Master Hermann Laier auf Bundesebene immer heraus durch ihr einzigartiges Prinzip der Aufgabenteilung. In einer Zuchtgemeinschaft zunächst mit der Lipperland-Meute, später den Ostwestfalen,  wurden die Welpen in Westfalen geboren und ausgebildet um dann nach Forst zu kommen, wo sie oft noch viele gute Jahre mitliefen und dann den Ruhestand erlebten. Bei den Junghundeschauen in Schwarzenstein trat Hermann Laier bei der Berichtung nie als Master auf, immer im Kittel als Helfer für den Lipperländer Master Helmut Rottschäfer oder dann Friedel Sielemann. Arbeitsteilung im Team und Selber mit Anpacken – das war auch im Meutealltag das Geschäftsprinzip, erprobt in seiner Bauunternehmung.
Internationale Verbindungen unterhalten auch andere Meuten in Deutschland. Hermann Laiers Aktivität in Frankreich ist dennoch immer besonders gewesen und erleichtert durch seine Sprachkenntnis. So hat er die Schleppjagd ins Elsaß gebracht. Unter anderem in Lauterbourg, im Haras de la Nee in Neewiller, gerade gegenüber auf der anderen Seite des Rheins, hat er den Geist des Jagdreitens verbreitet und Vereinsreiter mit dem Sport in Rot vertraut gemacht. Nicht nur das verankert seinen Namen in der Geschichte der Deutschen Schleppjagdvereinigung.


Als Stefan Entel 2012 vom Amt des Vorsitzenden zurücktrat, ist Hermann Laier auf Bundesebene ebenfalls in den Ruhestand gegangen. Die Mastership hat nach Laiers Rückzug aus dem aktiven Reiterleben zunächst Sabine Keller übernommen, jetzt Frank Schreck. Beide und nahezu die gesamte Equipage sind „herangezüchtet“ über das Reiten auf dem Bacherhof, wo Laier seine Pferde und die Hunde hielt bzw. heute noch hält. Privat eben – bis heute, auch wenn die Dragoner inzwischen als Verein firmieren.
Text: PS und Bilder: Archiv Schleppjagd24