Isernhagen bei Hannover sieht sich als das traditionsreichste Schleppjagdgebiet des Landes. Seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wird dort hinter Hunden geritten. Jetzt sollen von dort neue Impulse ausgehen. Veranstalter Eugen Klein fürchtet um die Farbe der „Jagd in Rot“ und hat zu einem Auffrischen der Kleiderordnung aufgefordert. Bei seinem Saison–Auftakt am 20. August bei der Schleppjagd „Isernhagen rechtsrum“ sind auch Damen eingeladen, im roten Jagdrock anzutreten.
Eugen Klein - zweiter Vorsitzender in Isernhagen, Jagdveranstalter und Mitglied mehrerer Schleppjagdvereine - ruft auf zu ein er Aktion „Rettet die Jagd in Rot“. Er sorgt sich, dass die Farbe des Sports verblasst, seit immer mehr Damen im Jagdfeld unterwegs sind, denen die jüngere deutsche Schleppjagd-Tradition den roten Rock vorenthält und seit auch die Herren vermehrt in gedeckten Farben reiten. „Als Veranstalter mit der längsten Schleppjagd Tradition beenden wir nun offiziell das Primat der grauen Mäuse!“, kündigt er an. Seine beiden Töchter Lisa und Anna - beide sehr engagiert und immer flott im ersten Feld unterwegs - werden in Isernhagen den neuen Trend setzen, „um unserer roten Jagd die traditionelle und notwendige Farbe wieder zu geben.“