
Foto: Klingbeil
Feste feiern, wie sie fallen. Der höchste Feiertag aller Jagdreiter ist der Tag des Hubertus am 3. November eines jeden Jahres. In 2014 ist es bekanntlich ein Montag. Kein Grund, den Geburtstag ausfallen zu lassen: Drei Jagden stehen im Zeichen des Schutzpatrons.
Natürlich gibt es eine Reihe von Veranstaltungen am Wochenende vor dem Hubertustag. Aber es gibt es auch Veranstalter, die sich nicht davor scheuen, eine Hubertusjagd dann zu veranstalten, wenn der Tag in die Woche fällt. In Isernhagen sind die Niedersachsen- und die Asbach Foxhound Meute germeinsam auf der Schleppe, die Bayern jagen in Neuburg beim Jagdschloss Grünau und beim RWS wird intern in Schwarzenstein im Anschluß an eine feierliche Hubertusmesse geritten.
Die Veranstalter in Isernhagen könnten gar nicht an einem anderen Tag zur Jagd einladen, denn schließlich gilt es bei der ältesten Schleppjagd Deutschlands eine Tradition zu wahren, die seit 148 Jahren besteht. Und tatsächlich freut man sich in Isernhagen sogar auf den Montag. Im Kalender vieler passionierter Jagdreiter ist dieser Tag ohnehin rot angestrichen und seit langem werden die Termine entsprechend geplant. So erscheinen zum Stelldichein auch stets die Reiter, für die das Jagdreiten mehr als eine reine Wochenendbeschäftigung ist. Für diese eingeschworene Truppe wird immer eine anspruchsvolle Jagd ausgerichtet. Bei der Jagd an einem Tag in der Arbeitswoche reduzieren sich zudem die fast unendlichen Zuschauermassen aus dem sechs Kilometer entfernt liegenden Hannover, sodass die Beweglichkeit der gesamten Jagd- Gesellschaft deutlich geschmeidiger ist als am Wochenende. So empfinden die Teilnehmer der Jagd die Freiheit im Galopp am Montag als Reiten in einer anderen Dimension.
„Egal wann – an Hubertus wird geritten“, sagt auch Toni Wiedemann, Master des SvB. Er führt seine Hunde auf dem Wittelsbacher Gelände, wo schon Franz Jandrey seit 1962 unterwegs war: Erst in Leutstetten mit dem Pack dfer Cappenberger, jetzt der Schleppjagdverein von Bayern am Schloß Grünau.
Eine ganz besondere Konstellation erwartet die Mitglieder des Rheinisch-Westfälischen Schleppjagdvereins. Der Ausrichter der diesjährigen Veranstaltung ist vor wenigen Tagen 90 Jahre alt geworden. Mit 88 war Dr. Gerhard Keerl noch im ersten Feld unterwegs, stilistisch vorbildlich, und die Reiter dürfen sich getrost auf einige Überraschungen auf der Strecke gefasst machen.
Mehr Info hier:
reitverein-isernhagen.de/content/aktuelles/hubertusjagd-2014
schleppjagd.de/2014/jagden/gruenau/index.html